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Fischach/Diedorf

09.01.2019

Polizei warnt vor falschen Polizisten

Immer wieder werden ältere Menschen Opfer von Trickbetrügern.
Bild: Matthias Becker

Nicht Polizisten, sondern Trickbetrüger meldeten sich im Bereich Diedorf und Fischach bei älteren Menschen: Sie fragten die Senioren nach Wertsachen aus. Die Masche ist dreist.

Mehrfach gab es am Dienstag im westlichen Landkreis Anrufe von falschen Polizeibeamten: Sie fragten im Bereich Diedorf und Fischach meist ältere Menschen nach ihren Wertsachen aus. Die Masche ist subtil.

Der vermeintliche Beamte behauptet, dass ein Einbrecher in der Gegend festgenommen worden sei. Der Trickbetrüger lenkt das Gespräch geschickt, bis schließlich persönliche Wertgegenstände zur Sprache kommen – in der Folge werden Senioren unter Druck gesetzt. Was dann passiert, zeigen viele viele Fälle aus der Vergangenheit: Oft sollen die Angerufenen Schmuck einem vermeintlichen Polizisten übergeben. Der nimmt die Wertsachen angeblich zur Prüfung entgegen. Oder verwahrt sie, damit sie keinem Verbrecher in die Hände fallen. Betrüger holten auch schon Geldscheine ab, um deren Nummern zu kontrollieren. Hernach fehlte von den Kriminellen freilich jede Spur.

Insgesamt notierte die Polizei in Zusmarshausen sechs Telefonanrufe von falschen Polizisten. Vermutlich gingen sie von Callcentern aus. Alle Angerufenen verhielten sich übrigens völlig richtig. Sie gaben keine Auskunft, beendeten das Gespräch und informierten die Polizei über die Betrugsversuche. „Auf keinen Fall sollten die Angerufenen auf Forderungen eingehen“, erklärt Alfred Götz von der Inspektion Zusmarshausen. Generell gelte: Ein Polizist würde am Telefon nie nach Wertsachen fragen. Vorsicht sei bei der Nummer geboten, die auf dem Telefondisplay erscheint: Betrüger können die Anzeige manipulieren – bei ihrem Anruf erscheint deshalb oft die 110.

Tipps zum Schutz gegen Telefonbetrüger gibt es im Internet unter www.polizei-beratung.de.


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