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Interview

14.11.2019

Präsident Habenicht im Interview: Wie geht es mit dem TSV Gersthofen weiter?

Hinrich Habenicht ist Präsident des TSVGersthofen.
Foto: Oliver Reiser

Plus Hinrich Habenicht, der Präsident des TSV Gersthofen, spricht im Interview darüber, wie es mit dem größten Sportverein im Landkreis weitergeht.

Schon seit einigen Monaten sucht eine Findungskommission beim TSV Gersthofen fieberhaft nach einem neuen Führungsmannschaft für den mit rund 400 Mitgliedern größten Sportverein im Landkreis Augsburg. Bisher ohne Erfolg. Wie es nun weitergehen soll erklärt Präsident Hinrich Habenicht, der seit 2014 im Amt ist, im Interview.

Herr Habenicht, was ist denn bei den Bemühungen der Findungskommission herausgekommen?

Habenicht: Die Suche nach einem Kandidaten für das Amt des Präsidenten war nicht erfolgreich. Es wurden Mitgliederlisten durchforstet, viele kompetente Personen angesprochen. Viele haben Angst, dass das eine Wahnsinnsarbeit ist. Einige haben zwar eine Mitarbeit signalisiert, doch niemand will die Verantwortung übernehmen. Wir brauchen neben dem Präsidenten ja auch noch Nachfolger für die ausscheidenden Präsidiumsmitglieder Sonja Kahl, Franz Schwab und Jürgen von Willert.

Könnte es anstatt eines Präsidenten einen Geschäftsführer geben?

Habenicht: Selbst wenn wir einen hauptamtlichen Geschäftsführer einstellen würden, braucht es immer noch einen Präsidenten, damit die Gemeinnützigkeit des Vereins gewahrt bleibt.

Hat das Desinteresse eventuell damit zu tun, dass dem TSV Gersthofen immer wieder finanzielle Probleme nachgesagt wurden?

Habenicht: Das ist doch längst vom Tisch. Finanziell haben wir überhaupt keine Probleme mehr, weil alle 15 Abteilungen und die Geschäftsstelle einen guten Job machen. Dem TSV Gersthofen geht es so gut wie nie.

Wie steht es um die Steuergeschichte und die Schulden der Fußball-Abteilung?

Habenicht: Der Kredit in Höhe von 200.000 Euro, den wir seinerzeit aufnehmen mussten, wird im März 2010 zurückbezahlt sein. Die Fußballer haben hier sehr viel geleistet. Mittlerweile haben sie auch an die anderen Abteilungen zurückgezahlt.

Sollte bis zur Jahreshauptversammlung kein neuer Präsident gefunden werden, wie geht es dann mit dem TSV Gersthofen weiter?

Habenicht: Eines darf nicht wieder passieren. Dass nämlich so wie 2014 in letzter Minute ein neues Präsidium gefunden wird. Dieses Risiko dürfen wir nicht eingehen. Dafür haben wir in den letzten sechs Jahren zuviel erreicht. Deshalb habe ich mich entschlossen, mich wieder zur Wahl zu stellen. Ich möchte nicht erleben, dass die ganzen Dinge, die wir aufgebaut haben, holterdipolter den Bach runter gehen. Allerdings nur für zwei Jahre. Deshalb haben wir die Amtszeit des Präsidiums in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung auf zwei Jahre reduziert.

Wer wird Sie dabei unterstützen?

Habenicht: Aus dem bisherigen Präsidium wird Uli Meitinger erhalten bleiben, dazu kommt Marcel Schöne aus der Jugendleitung, den wir schon seit einiger Zeit adaptiert haben. Zudem habe ich im Bekanntenkreis zwei, drei Leute gefunden. Ich bin sicher, dass wir ein gutes Team haben werden.

Was stehen in diesen beiden Jahren für Maßnahmen an?

Habenicht: Für 2020 haben wir schon mal 200.000 Euro für Sanierungsmaßnahmen eingeplant. Das Dach der Turnhalle muss gerichtet werden, auf der Südseite wollen wir eine Fotovoltaikanlage installieren, die Strom für den Eigenverbrauch liefert. Außerdem wird die Boccia-Anlage saniert und die Flutlichtanlagen am kleinen Kunstrasen und am Rosenbergplatz mit LED-Lampen bestückt. Damit werden zwei Drittel an Energie eingespart. Zu guter Letzt werden wir für den Jugendbereich unter der Halle im ehemaligen VIP-Raum zwei Toiletten einrichten. Die Turnhalle ist 60 Jahre alt. Da muss immer saniert werden. Deshalb werden wir ein Rücklagenkonto anlegen, auf das alle Abteilungen einzahlen. Weiter liegt mir am Herzen, die Kluft zwischen Jung und alt zu schließen und den Verein über alle Altersgrenzen hinweg zusammenzuführen. Dann kann ich beruhigt abtreten.

Letzte Frage: Sie sind ja auch für die Organisation des Silvesterlaufes verantwortlich. Wie läuft’s?

Habenicht: Alles läuft nach Plan. Alle Sponsoren und alle Helfer machen wieder mit, über 100 Anmeldungen sind schon da. Wir rechnen wieder mit über 1000 Läuferinnen und Läufern, die am letzten Tag des Jahres 2019 an den Start gehen. Einziger Wackelkandidat ist das Wetter. Aber darauf haben wir ja keinen Einfluss.

Anmeldungen für den Silvesterlauf unter www.silvesterlauf-gersthofen.de

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