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Soziales

02.05.2020

Projekt für Kinder und Senioren

Stefanie Katzenberger

Mit der SOS-Wortbrücke möchte Stefanie Katzenberger eine Brücke bauen. Lesepaten sind herzlich willkommen

Stefanie Katzenberger ist Mutter von drei schulpflichtigen Kindern, Rechtsanwältin, Dozentin und Business Coach. Sie schätzt das vielseitige Ferienprogramm, das Gemeinden und Kirchen für gewöhnlich anbieten. Im Zuge der Corona-Krise kann dieses Jahr ein solches Angebot für Schüler vor Ort nicht angeboten werden. So entstand die Idee, eine Ferienaktion zu starten, die nicht nur für Schüler interessant und spannend ist: die SOS-Wortbrücke.

Ein Projekt das Grundschulkinder ansprechen soll, die gerne Geschichten hören, die wiederum von Senioren am Telefon vorgelesen werden. „Wir sind mit der SOS-Wortbrücke seit Anfang April online. In der ersten Woche hatten wir bereits mehr als 200 Interessierte. Einige „Lesepaare“ haben diese Aktion nur als Ferienaktion genutzt, andere Paare verabreden sich nach wie vor per Telefon“, erklärt Stefanie Katzenberger, die auf der Suche nach weiteren Lesepaten ist.

Die Aktion unterscheidet sich von den vielen anderen Aktionen vor allem dadurch, dass auf beiden Seiten ein aufmerksamer Mensch ist, der Fragen stellt, zuhört, und beide miteinander in „Echtzeit“ kommunizieren. Gerade Grundschulkinder profitieren davon, aktiv vorgelesen zu bekommen: der Wortschatz wird vergrößert, die Fantasie wird angeregt, die Kinder lernen, mit anderen Menschen in Kontakt zu treten.

„Die Vorlesepaten wiederum machen sich Gedanken darüber, was Kinder interessiert, wie man Kinder begeistern kann durch Einsatz von spannenden Geschichten und aktiver Stimme“, sagt Stefanie Katzenberger. Sie betont, dass gerade Eltern, die derzeit im Homeoffice arbeiten, dann wissen, dass sich in dieser Zeitspanne ein anderer Erwachsener um das Kind kümmert, ihm eine spannende Geschichte vorliest. „Man kann selbst konzentrierter arbeiten, das Kind sitzt nicht nur einfach vor dem Fernseher, der Spielekonsole, dem Smartphone oder PC. Eine äußerst sinnvolle pädagogisch wertvolle Freizeitbeschäftigung in Zeiten, in denen es keine anderen Angebote geben darf wie beispielsweise im Sport- oder Musikverein“, sagt die dreifache Mutter. Nachdem ihr der Kinderschutz sehr am Herzen liegt, gibt es auf der Internetseite extra Verhaltenstipps für Eltern und Kinder.

In Zeiten von Corona sind die Senioren gezwungen isoliert zu leben, um sich zu schützen. Kinder, die wiederum auch isoliert leben sollen, um vor allem andere zu schützen, ergeht es ähnlich. „Es stellen sich immer mehr „Nebenwirkungen“ von Corona ein: In dieser schwierigen Zeit leiden sowohl Senioren als auch Schüler unter der Kontaktarmut und der Vereinsamung und sie können ihren gewohnten Aufgaben kaum mehr nachgehen“, erläutert die Initiatorin die Idee ihres Projekts. „Wir möchten eine Brücke zwischen den Senioren und den Schülern bauen, eine aus Worten, um dennoch in Kontakt zu bleiben. Ganz im Sinne „SOS = Save Our Souls“ können Worte sowohl den Seelen und den Gemütern der Senioren, als auch den Seelen der Kinder gut tun“.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.sos-wortbruecke.com und bei Stefanie Katzenberger, Telefon: 0179 61 88 238, 0821 208 336 82 oder per E-Mail: st.katzenberger@icloud.com.

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