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Meitingen

22.10.2020

Provisorische Kinderkrippe wird in Herbertshofen gebaut

Auf dem Areal neben dem Pfarrzentrum in der Mühlstraße in Herbertshofen soll eine provisorische Kinderkrippe gebaut werden.
Bild: Marcus Merk

Plus Mit einer Stimme Mehrheit hat der Marktgemeinderat Meitingen entschieden, wo eine provisorische Kita gebaut wird. Bei den Kita-Gebühren war man sich dagegen einig.

Es war eine Entscheidung, die sich der Marktgemeinderat von Meitingen nicht leicht gemacht hat. Zwei Standorte für den Aufbau eines Containerhauses, in dem für eine Übergangszeit zwei Kinderkrippengruppen betreut werden sollen, standen noch zur Auswahl. Für beide gibt es gute Argumente. Mit 12:11 Stimmen fiel die Entscheidung schließlich für den Standort Herbertshofen.

Neben dem Pfarrzentrum an der Mühlstraße in Herbertshofen soll im kommenden Jahr ein Containergebäude entstehen, in dem für voraussichtlich zwei Jahre zwei Gruppen von Krippenkindern betreut werden. Der Bedarf in der Marktgemeinde ist groß, sodass man mit der Einrichtung dieser Gruppen nicht warten kann, bis der Neubau des Kindergartens beim Freibad fertig ist. Die Planung des Gebäudes hatte der Rat bereits in seiner Sitzung im September bestätigt. Es wird eine Fläche von etwa 450 Quadratmetern haben und bietet Platz unter anderem für zwei große Gruppenräume, einen Ruheraum und einen Speiseraum, der ebenfalls als Spielfläche genutzt werden kann, wenn gerade nicht gegessen wird.

Kontroverse Debatte um den Standort des Containerbaus

Kontrovers in der Sache, doch stets sachlich und konstruktiv im Ton wurde nun noch einmal über die Standortfrage diskutiert. Für den Standort in Herbertshofen spreche, dass damit eine Stärkung der Ortsteile stattfinde, erklärte Anton Büchele für die CSU/JBU-Fraktion. Ein flächendeckendes Angebot für Kinderbetreuung sollte ein Ziel sein, das der Rat verfolgen sollte. Auch Annemarie Probst (Grüne) unterstützte eine Entscheidung für Herbertshofen.

Widerspruch kam aus den Reihen der Freien Wähler. Ihr Sprecher Robert Hecht wandte ein, dass es nur um ein Provisorium gehe, nicht um eine dauerhafte Einrichtung. Zudem sei der Platz an der Lichtenberger Straße in Meitingen bereits befestigt und es bestehe ein Anschluss an die Kanalisation. Stefan Müller (FW) ergänzte, dass es in Herbertshofen unter anderem durch den Busverkehr unübersichtlich sei. Auf den Aspekt, dass zusätzlicher Fahrverkehr vom Kernort Meitingen in den Ortsteil generiert werde, wies Matthias Mark ( SPD) hin, der Bedarf an Betreuungsplätzen sei aktuell in Meitingen höher.

Einigkeit bestand in der Ansicht, dass beide Standorte grundsätzlich geeignet sind. Bürgermeister Michael Higl hatte zudem darauf hingewiesen, dass bei beiden Standorten aufgrund der Lage in der Nähe eines Friedhofs auch Parkplätze vorhanden sind. Bei der anschließenden Abstimmung entschieden sich die Gemeinderäte mit 12:11 Stimmen für den Standort Herbertshofen.

Öffnungszeiten der Kitas wegen Corona-Bestimmungen verkürzt

Eine weitere Entscheidung zur Kinderbetreuung fällte der Rat dagegen einstimmig. Seit einer Woche gilt aufgrund der Corona-Entwicklung auch in Meitingen die Stufe 2 des Rahmenhygieneplans des Landkreises Augsburg. Das hat für die Betreuung weitreichende Folgen, denn diese darf nicht mehr gruppenübergreifend stattfinden. Insbesondere sind gemeinschaftliche Betreuungsangebote am Morgen und am späteren Nachmittag nicht mehr zulässig. Normalerweise werden dann Kinder aus verschiedenen Gruppen gemeinsam betreut, weil viele andere Kinder noch nicht da sind oder bereits wieder abgeholt wurden.

Eine durchgängig getrennte Betreuung der Gruppen über die gesamte Öffnungszeit der Kitas ist mit dem verfügbaren Personal nicht zu schaffen. Daher hat die Gemeinde die Öffnungszeiten am Nachmittag verkürzt und angekündigt, dass die Gebühren herabgesetzt werden, wenn Eltern nicht mehr die ursprünglich gebuchte Betreuungszeit nutzen können. Der Gemeinderat entschied nun, dass die Herabsetzung der Gebühren für den gesamten Monat Oktober erfolgen soll, auch wenn in den ersten Wochen noch die längeren Betreuungszeiten genutzt werden konnten.

Klärschlamm wird mit einer Schneckenpresse getrennt

In der Kläranlage in Ostendorf ist geplant, eine stationäre Anlage zur Behandlung von Klärschlamm zu bauen. Bei Beratungen des Planungs-, Umwelt- und Werkausschusses im Juli war offen geblieben, ob eine Zentrifuge oder eine Schneckenpresse die wirtschaftlichere technische Lösung sei.

Die Kläranlage im Meitinger Ortsteil Ostendorf wird um eine Anlage zur Klärschlammbehandlung erweitert. Nach der Auswertung eines Testlaufs soll eine Schneckenpresse zum Einsatz kommen.
Bild: Marcus Merk

Ein damals vorgestelltes Gutachten hatte kleine Vorteile für eine Zentrifuge gesehen. Im September wurde ein Testlauf auf der Kläranlage im Meitinger Ortsteil Ostendorf durchgeführt, bei dem für je drei Tage eine Schneckenpresse und eine Zentrifuge im Einsatz waren. Hierbei lieferte die Schneckenpresse bessere Ergebnisse, weshalb nun diese technische Lösung beschafft werden soll.

Im Gemeinderat notiert

  • Der Markt Meitingen stellt Vereinen, die ihre Mitgliederversammlungen durchführen müssen, aber in ihren eigenen Räumen nicht genug Platz für die Einhaltung der Hygieneregeln haben, die Gemeindehalle und den Bürgersaal zur Verfügung, ohne dafür eine Hallenbenutzungsgebühr zu erheben.
  • Bei der Planung der Treppen, die künftig zur neuen Unterführung am Bahnhof Meitingen führen, folgt der Gemeinderat einer Empfehlung der Behindertenbeauftragten des Landkreises. Die vorgesehene Spur, auf der Fahrräder geschoben werden können, soll entfallen, dafür werden die Spuren auf der Kinderwagenrampe breiter. So wird es möglich, dass auf beiden Seiten der Treppe ein Handlauf an der Wand befestigt werden kann.

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