Newsticker

Bund und Länder wollen Feiern in öffentlichen Räumen auf 50 Teilnehmer beschränken
  1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg Land)
  3. Psychiatrie:Sie hilft durchs Netzwerk

13.07.2010

Psychiatrie:Sie hilft durchs Netzwerk

Augsburg/Aichach-Friedberg Eine neue Mitarbeiterin koordiniert künftig den gemeindepsychiatrischen Verbund (GPV) im Bezirk Schwaben. Dem Bezirk gehören die Stadt Augsburg und die beiden angrenzenden Landkreise Augsburg und Aichach-Friedberg an. Gerlinde Thon ist als Nachfolgerin von Eva Kraus für die Vernetzung aller Einrichtungen und Institutionen für psychisch kranke Menschen im Großraum Augsburg zuständig.

Die Sozialpädagogin bringt nicht nur berufliche Erfahrungen aus der Jugendhilfe und der Jugendbildungsarbeit mit, auch die Arbeit mit alten und psychisch kranken Menschen ist ihr vertraut. Darüber hinaus engagierte sich die gebürtige Augsburgerin ehrenamtlich bei der Aidshilfe und ist - ebenso ehrenamtlich - für das Freiwilligenzentrum tätig. "Für die Tätigkeit als Koordinatorin ist es ratsam, verschiedene Teilbereiche der Sozialarbeit zu kennen und hilfreich, Einblick in einen anderen Beruf zu haben", so die 49-Jährige, die ihre Berufslaufbahn als Industriekauffrau startete.

An ihrer neuen Tätigkeit als GPV-Koordinatorin reizt sie auch die Möglichkeit, "mich für eine häufig viel zu wenig beachtete Personengruppe engagieren zu können", sagt Thon.

Angehörige einbeziehen

Psychiatrie:Sie hilft durchs Netzwerk

Die GPV-Verbunde in Schwaben sind regionale Gremien, in denen sowohl die Kostenträger als auch die Leistungsanbieter - also beispielsweise Träger von Tagesstätten, Beratungsstellen und ambulant betreutem Wohnen oder Heimeinrichtungen - zusammenarbeiten. "Darüber hinaus sind auch die für die medizinische Behandlung und Betreuung zuständigen Institutionen, beispielsweise die psychiatrischen Fachkliniken und die niedergelassenen Fachärzte, eingebunden", sagt Maximilian Monzer, Leiter des Kompetenzzentrums Schwäbische Sozialpsychiatrie beim Bezirk Schwaben. Wichtig sei ebenso die Einbeziehung der Betroffenen selbst und deren Angehörigen.

Die GPV-Arbeit zielt darauf ab, dass für psychisch kranke Menschen ein wohnortnahes Angebot geschaffen wird, mit dem auch möglichst wiederholte Klinikeinweisungen oder Heimaufenthalte verhindert werden können. "Gemeinsam suchen wir im GPV im Sinne der Netzwerkarbeit nach zeitgemäßen Lösungen und orientieren uns am Bedarf und den Möglichkeiten des Einzelnen", so Thon. (AN)

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren