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13.05.2009

Pulsierende Gespanntheit

Stadtbergen (zida) - Finstere Mächte haben ihr Unwesen im Stadtberger Bürgersaal getrieben. Carl Maria von Webers "Freischütz" war es, der beim Konzert des Symphonieorchesters Stadtbergen den Atem anhalten ließ.

Düstere Bläserklänge kontrastierten mit melodiösen Streichereinsätzen. Unter der Leitung von Roberto Seidel, der den Dirigentenstab souverän führte, herrschte eine pulsierende Gespanntheit.

Mit dem Konzert Nr. 2 für Klavier und Orchester f-moll (op. 21) von Frédéric Chopin folgten Töne, die von dramatisch über bedrückt-melancholisch bis zu fröhlich-verspielt reichten. Dem Pianisten William Hong-Chun Youn wurde dabei Einiges abverlangt, jedoch beeindruckte der Koreaner durch sein versiertes Spiel mit größtenteils verschlossenen Augen.

Das Orchester lieferte dazu eine präzise Begleitung, die sich an manchen Stellen dezent im Hintergrund hielt und dann an Volumen gewann, wenn es das Musikstück erforderte.

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Liebhaber des schönen Gesangs kamen ebenfalls auf ihre Kosten. Gastsolistin des Abends war die einst am Stadttheater Augsburg engagierte Sopranistin Sylvia Rieser. Klare Konturen und ausgewogene Phrasierungen gehören zu ihren Markenzeichen. Dies zeigte sich in der Arie der Agathe "Wie nahte mir der Schlummer" (aus "Der Freischütz") ebenso wie in der Briefszene der Tatjana "Und wenn es mein Ende wäre" (aus "Eugen Onegin" von Peter Tschaikowsky).

An anspruchsvolle Orchesterliteratur herangewagt

Die Musiker, so viel steht fest, haben sich an eine anspruchsvolle Orchesterliteratur vorgewagt. Dieser Mut in Verbindung mit einer gelungenen Umsetzung wurde von den Zuhörern mit viel Applaus quittiert.

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