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Langweid

16.06.2018

Pumpen bis zur Leistungsgrenze

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Das THW Schwabmünchen übte 10 Stunden mit 22 Einsatzkräften am Lechwehr bei Langweid im nördlichen Landkreis Augsburg.
Bild: K. Köhler/THW

Das THW trainiert in Langweid am Lechkanal den Ernstfall mit einer ganz besonderen Eigenkonstruktion.

Leo Wieser steht zufrieden auf dem zehn Meter hohen Deich bei Langweid, der den Lechkanal vom eigentlichen Flussbett trennt. Die Pumpen laufen auf Hochtouren. Der 31-jährige Zugführer des Technischen Hilfswerks (THW) Schwabmünchen ist an diesem Samstag Anfang Juni mit dem sogenannten Technischen Zug in Richtung Stauwehr ausgerückt, um zu erproben, wann die Leistungsgrenze der Schwabmünchner Pumpen erreicht ist.

„Wir haben heute zwar eine Gesamtpumpleistung von 25000 Liter pro Minute, die Herausforderung ist aber die Höhe“, erläutert Wieser. Was man sich darunter vorstellen muss, ist schon beim ersten Versuch zu erkennen. Eine Pumpe, die laut Betriebsbuch eigentlich eine Leistung von 3000 Liter pro Minute haben sollte, fördert das Wasser kaum bis zur unteren Deichkante. Wieser, der selbst Ingenieur ist, hat dafür eine Erklärung: „Die Pumpe liegt noch mal fünf Meter unterhalb des Deiches. Hier kommt einfach nicht genügend Druck zustande.“

Ein 18000 Liter fassendes Wasserbecken gebaut

Doch das THW hat eine Lösung bereits parat. Auf der Fläche zwischen dem höher liegenden Lechkanal und dem niedriger liegenden Flussbett errichten die Einsatzkräfte in kürzester Zeit ein 18000 Liter fassendes Wasserbecken. Sechs Schlauchleitungen führen danach mit ebenso vielen Tauchpumpen Wasser aus dem Lech in das Becken.

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„Das Wasserbecken ist eine Eigenkonstruktion von uns. Es ist sogar auf bis zu 36000 Liter Fassungsvermögen erweiterbar“, erzählt Karsten Köhler, Chef des THW Schwabmünchen. Er hat die Übung ausgearbeitet. Die ursprüngliche Idee sei gewesen, eine Wasserentnahmestelle für die Feuerwehren einzurichten, wenn der nächste Hydrant weiter weg wäre, so Köhler.

Das letzte Hindernis in der Pumpstrecke übernimmt ein im Landkreis einmaliges Gerät. Die Hochleistungspumpe des Katastrophenschutzes schafft das Wasser über den Deich, bis es in der Strömung des Lechkanals verschwindet. Die Pumpe fördert bis zu 15000 Liter pro Minute. Der Zugführer findet, dies sei enorm: „Vor allem, wenn man bedenkt, dass wir das Wasser durch die Schläuche etwa zwei Kilometer fördern können“.

Zehn Stunden waren die THW-Kräfte an diesem Tag unterwegs. Übungsleiter Köhler ist letztendlich sehr zufrieden: „Wir haben heute neue Erkenntnisse gewinnen können, gerade was die effektive Leistung unserer Pumpen angeht.“ Das THW mache solche Übungen, so Köhler, um eben mit diesen Erkenntnissen im Ernstfall noch effizienter helfen zu können. (wams)

Mehr Informationen über die Arbeit des THW gibt es auch im Internet auf www.thw-schwabmuenchen.de

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