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Welden

30.01.2020

Radfahren über Stock und Stein in Welden

Eine eigens für Mountainbiker geschaffene Strecke wünscht sich der Jugendbeirat Welden. Derartige Pumptracks erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Wie etwa der am Panorama-Bikepark Eschach.
Foto: Martina Diemand (Archiv)

Der Weldener Jugendbeirat hätte gerne eine Pumptrack. Die sind interessant für Radfahrer für jedes Alter und Können. Die Finanzierung bleibt überschaubar. 

Das Sport- und Freizeitgelände in Welden soll um eine Pumptrack-Anlage erweitert werden. So der Wunsch des Jugendbeirats. Vorgestellt hat das Vorhaben Thomas Lindner aus Welden, der dieses Projekt angestoßen und nun dem Jugendbeirat präsentiert hat. Am Skatepark ist das Fahrradfahren verboten. Darauf weist ein Schild hin. Trotzdem ist das Fahrrad immer noch ein begehrtes Sportgerät für Alt und Jung. Lindner stellte daher die Frage: Pumptrack – wieso eigentlich nicht bei uns?

Beim Pumptrack handelt es sich um eine speziell geschaffene Moutainbikestrecke, die sich durch unterschiedlich ausgeprägte Wellen, Steilkurven und Sprunganlage auszeichnet. Ziel ist es, ohne zu treten, durch Hochdrücken des Körpers am Rad Geschwindigkeit aufzubauen. Der Rundkurs kann jedoch auch mit Skateboards, Rollern oder Kickboards oder Inline-Skates befahren werden und spricht somit eine breite Nutzergruppe aller Altersklassen an. Ein Pumptrack überzeugt durch seine hohe Sicherheit, so Lindner und wurde zudem vom Bundesamt für Unfallverhütung (bfu) als ungefährlich eingestuft.

Jeder findet den passenden Track

Und das für alle. Ob Kleinkinder auf dem Laufrad, größere Kids und Jugendliche, aber auch Erwachsene, Amateure und Profis bis hin zum sportlichen Senior – jeder findet den passenden Track. Praktisch jedes passende Sportgerät mit oder auf Rädern kann hier benutzt werden.

Der Bau einer Pumptrack-Anlage ist günstig und einfach umzusetzen, ist Lindner sicher. Dieser speziell geschaffene Rundkurs wird meist aus Erde oder Lehm geschaffen. Dieses Material ist gut formbar, schnell trocknend und ermöglicht eine lange Lebensdauer der Hügel. Und wenn ein Streckenteil einmal „abgefahren“ ist, kann man selbst mit ein paar Schaufeln die Stelle wieder in Ordnung bringen. Als Standort käme der Platz entlang des Radwegs parallel zur Skateranlage in Frage. Dieser Standort biete insgesamt mehr Gestaltungsmöglichkeiten und liege entsprechend weit vom Ortsrand entfernt. Dadurch ergebe sich ein ausreichender Lärmschutz für Anwohner und entlastet die bereits vorhandene Skateranlage.

Ein Anziehungspunkt für Jugendliche und Erwachsene

Inzwischen ist das Freizeitgelände mit Skate-Park und Parkour, mit Grillplatz und Pavillon ein Anziehungspunkt für Jugendliche und Erwachsene geworden. Für den bereits vom Marktgemeinderat abgesegneten Bewegungsparkour sowie die Erweiterung um die Pumptrack-Anlage liegt der Kostenrahmen bei rund 60.000 Euro. Was die Möglichkeiten der Förderung anbelangt, hat der Markt Welden vom Amt für Landwirtschaft und Forsten bereits eine feste Zusage in Höhe 75 Prozent erhalten. Somit bliebt dieser Betrag überschaubar und könne noch im ersten Quartal der Haushaltsplanung 2020 mitaufgenommen werden, meinte Bürgermeister Peter Bergmeir. Ebenso müsste der Antrag für den Zuschuss noch in den ersten drei Monaten dieses Jahres erfolgen. Für den Bürgermeister ist die Erweiterung des Freizeitparks ein ganz wichtiger Punkt. Er unterstützt das Projekt. „So ein Platz passt gut in die Landschaft hinein.“

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