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Polizei

08.08.2020

Radmuttern auf einem Parkplatz in Nordendorf gefunden

Autofahrer sollten vor der Abfahrt ihre Räder kontrollieren. Seit Anfang des Jahres häufen sich derartige Fälle

Zahlreiche Fälle von gelockerten Radmuttern sind in jüngster Zeit aufgetreten. Zunächst spielten sich die gefährlichen Straftaten noch außerhalb des Augsburger Landes ab, nun hat es jedoch einen verdächtigen Fall in Nordendorf gegeben.

Zwei Radmuttern sind am Freitag, 24. Juli, gegen 19.20 Uhr auf dem Parkplatz des Edeka-Marktes in Nordendorf gefunden worden. Dies teilte die Polizei am gestrigen Freitag mit. Personen, die an diesem Tag ihr Auto dort geparkt hatten, sollten daher dringend ihre Fahrzeuge auf fehlende oder lockere Radmuttern zu überprüfen. Wer verdächtige Beobachtungen gemacht hat, kann diese telefonisch der Polizei in Gersthofen unter der Nummer 0821/323-1810 mitteilen.

„Allein im Landkreis Donau-Ries sind bei uns seit Anfang des Jahres 45 Fälle angezeigt worden“, erklärt Maria Enslin, Sprecherin des Polizeipräsidiums Schwaben-Nord in Augsburg. Im Landkreis Dillingen sei mit 15 Fällen in den vergangenen Monaten eine ebenfalls „ungewöhnliche Häufung“ festzustellen.

Ende Juli gab es in Neuburg zwei solcher Vorfälle, zudem zählt im Raum Donauwörth die Polizei seit einigen Wochen schon Dutzende Vorfälle. Bisher bekannt sind unter anderem Fälle in Donauwörth sowie Buchdorf, Harburg, Genderkingen, Wallerstein, Wemding und in Rain. Es ereigneten sich dabei auch schon mehrere Unfälle mit einem Sachschaden im vierstelligen Bereich.

Ob es einen Zusammenhang gibt zwischen den Fällen, ist laut Polizei unklar. Solche Taten seien keinesfalls als Scherz oder Kavaliersdelikt zu werten, heißt es dazu von den Beamten des Polizeipräsidiums Schwaben Nord. Im Strafgesetzbuch heiße es deutlich: „Wer die Sicherheit des Straßenverkehrs dadurch beeinträchtigt, dass er Anlagen oder Fahrzeuge zerstört, beschädigt oder beseitigt, Hindernisse bereitet oder einen ähnlichen, ebenso gefährlichen Eingriff vornimmt und dadurch Leib oder Leben eines anderen Menschen oder fremde Sachen von bedeutendem Wert gefährdet, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. Der Versuch ist strafbar.“

Allerdings sei auch nicht gänzlich auszuschließen, dass gelöste Radmuttern auf einen Fehler beim Reifenwechsel zurückzuführen seien. So oder so empfiehlt die Polizei, regelmäßig die Radmuttern am eigenen Fahrzeug zu kontrollieren. Zur Sicherheit. Und zur besseren Eingrenzung eines möglichen Tatzeitpunkts.

„Oftmals wissen die Betroffenen nicht, wie lange sie schon mit den offenen Radmuttern herumgefahren sind und wo diese möglicherweise gelöst wurden“, sagt Polizeisprecherin Enslin. (thia, AZ)

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