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Thierhaupten

16.07.2015

Rauf aufs Radel und rein in die Kurve

Die Jugendlichen legen noch letzte Hand an die neue Dirtbike-Anlage in Thierhaupten, die vermutlich ab Freitag befahren werden kann. Bürgermeister Toni Brugger (vorne auf dem Rad) und Planer Florian Konietzko haben bei einer Proberunde ihren Spaß.
Bild: Marcus Merk

In Thierhaupten entsteht eine neue Dirtbike-Anlage. Jugendliche helfen beim Bau mit

Mit Feuereifer sind die Jugendlichen am Werk. Sie schaufeln weiter, obwohl sie schon Blasen an den Händen haben. Sie arbeiten für etwas, das sie sich schon lange gewünscht haben – eine Dirtbike-Anlage in Thierhaupten. Auf einem solchen Parcours wird viel gesprungen und balanciert – vor allem mit BMX-Rädern, Dirt- oder Mountainbikes. „Wir freuen uns riesig darauf“, sagt der 15-jährige Noah Zimmerer.

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Die neue rund 3000 Quadratmeter große Anlage entsteht auf einer Fläche an der Straße Hopfengarten, die zuvor ein Bolzplatz war. Der Großteil der Arbeit ist erledigt, nun muss sich das Material setzen und das Grün sprießen.

„Wir sind etwa vor einem Jahr zu Bürgermeister Toni Brugger gegangen und haben ihm von unserem Wunsch erzählt“, berichtet die 15-jährige Pia Reiter. In Thierhaupten gab es bereits eine Grube im Wald – den sogenannten Bombentrichter – den Kinder und Jugendliche zum Radeln und Springen nutzten. Allerdings stand dort oft das Wasser und Baumfällungen machten die Arbeiten der Jugendlichen immer wieder zunichte.

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Bürgermeister Brugger und der Marktgemeinderat waren sich einig, dass man die Freude am Radfahren fördern soll. Immerhin gibt es rund um den Ort Radwege in fast alle Richtungen, für die Jugendlichen musste aber erst ein geeigneter Platz gefunden werden. Man einigte sich auf den ehemaligen Bolzplatz, weil es dort in 500 Meter einen weiteren gibt, der nun laut Brugger „ertüchtigt wird“. Die Leichtmetalltore wurden abgebaut und sollen in Hölzlarn wieder aufgestellt werden.

Die Kosten für die Dirtbike-Anlage in Höhe von 15000 Euro seien schon in den gemeindlichen Finanzen einkalkuliert worden, sagt Ion Simon vom Bauamt in Thierhaupten. Vermutlich werde die ganze Sache aber etwas günstiger, so Simon.

Den Parcours mit Hügeln und Schanzen hat Florian Konietzko aus München geplant. Der ehemalige Mountainbike-Profisportler hatte schon die Dirtbike-Anlage in Diedorf entworfen. Nach den ersten Gesprächen mit Konietzko ging alles ganz schnell, da dieser nur Anfang Juli Zeit für die Arbeiten vor Ort hatte. Dieser Zeitpunkt stellte sich als goldrichtig heraus, da ein Fuhrunternehmen in dieser Zeitspanne kostenlos Material anliefern konnte. Aus dem Lehm-Erdgemisch wurden Rampen, Hügel und Sprungtische modelliert. Die Jugendlichen und Planer Konietzko sprechen dabei von einem Pumptrack, sprich einem Parcours aus verschiedenen Hindernissen, der ohne zu treten zu bewältigen ist. Dabei wird das Rad in die Hindernisse gedrückt, um die Geschwindigkeit halten zu können. Außerdem gibt es eine „Dirtjump-Tableline“, sprich einige Schanzen hintereinander, die jeweils oben eine Art Schanzentisch haben. „Wir haben hier Absprunghöhen von bis zu 1,80 Meter“, sagt Konietzko.

Trotz der zum Teil auch anspruchsvollen Hindernisse sei die Anlage sowohl für Kleinkinder als auch für Jugendliche und Fortgeschrittene geeignet, sagt Konietzko. Es komme halt darauf an, welche Hindernisse man fahre. Derzeit müssen sich die Radler noch ein wenig gedulden, denn die Hindernisse müssen aushärten und aus diesem Grund ist die Anlage bis Freitag gesperrt.

Eröffnung Offiziell wird die Anlage am Montag, 27. Juli, ab 16 Uhr eröffnet. An diesem Tag wird auch Florian Konietzko kommen, um einige spektakuläre Sprünge und Kunststücke mit dem Rad zu zeigen.

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