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Zusmarshausen

21.07.2019

Realschulabschluss: Wo 1 und 1 auch mal 3 sein können

Bei der feierlichen Abschlussfeier der Realschule Zusmarshausen wurden die Schulbesten geehrt.
Bild: Realschule Zusmarshausen

In Zusmarshausen erhalten 166 Absolventen ihr Abschlusszeugnis. Bei den Schulbesten gab es eine kleine Sensation.

Der 19. Juli ist ein besonderer Tag. Während in den USA der Nationaltag des Himbeerkuchens begangen wird, feiert in der Rothalhalle in Horgau die Realschule Zusmarshausen ihre Abschlussschüler. 166 Schüler aus sieben Klassen bekamen ihr Abschlusszeugnis überreicht. Für diese große Zahl an Schülern mit ihren Eltern und Verwandten, den Lehrkräften und Ehrengästen ist die Aula der Realschule zu klein. Daher wurden die Feierlichkeiten nach Horgau verlegt und selbst da reichten die über 500 Sitzplätze nicht aus.

Ein ökumenischer Gottesdienst in der katholischen Pfarrkirche in Horgau unter dem Motto „Sternennacht“ machte den Auftakt. Dazu hatten die Schüler jene Momente, die ihnen in ihrer Schulzeit am eindrücklichsten waren, mitgebracht. Dieser stimmungsvolle und besinnliche Rückblick mündete in die offizielle Feier in der Rothtalhalle.

Eins ist sicher: Eltern sind weiter für Schüler da

Nach der Begrüßung durch Schulleiterin Heidrun vorm Walde überbrachte die stellvertretende Landrätin Sabine Grünwald ihre Glückwünsche. Sie riet den Absolventen, sich nicht auf einem einmal erreichten Ziel auszuruhen. Vielmehr sollten sie eines der sich daraus ergebenden neuen Ziele anpacken. Auch die Elternbeiratsvorsitzende Tanja Müller trat ans Rednerpult und versicherte den Jugendlichen, dass ihnen die Eltern auch beim Start in den neuen Lebensabschnitt zur Seite stehen.

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Kurzweilig und amüsant gestaltete sich die Zeugnisübergabe. Zu jeder Klasse hatten die Klassenlehrkräfte kleine Rätsel geschrieben. Alle Anwesenden durften per Fingerzeig mitraten, um welche Klasse es sich handeln könnte. Die meisten Rätsel konnten von den Klassen gelöst werden und gaben einen heiteren Einblick in die letzten zwei Schuljahre.

Schulleiterin: Seid offen für die Eigenheiten jedes Menschen

Bevor die Schulbesten geehrt wurden, gab Schulleiterin vorm Walde den Absolventinnen und Absolventen noch gute Wünsche und Tipps mit für ihren weiteren Lebensweg: Offenheit für die Eigenart eines jeden Individuums, ein gutes Gespür, zwischen Sein und Schein unterscheiden zu können, und die Besinnung auf einen achtsamen, respektvollen Umgangston würden zu einem bereichernden Leben beitragen ebenso wie die Erkenntnis, dass 1 + 1 durchaus auch 3 ergeben kann und eine Gemeinschaft durch den Einsatz eines jeden Einzelnen zu einem tragfähigen Netz wird.

Eine kleine Sensation gibt es bei den Schulbesten. Gleich drei Mädchen teilen sich mit einem traumhaften Notendurchschnitt von 1,09 das oberste Treppchen. Laura Seiring, Lisa Marie Meier und Nikola Kindig werden deshalb noch bei einem Festakt des Arbeitskreises Schule und Wirtschaft geehrt. Auf dem zweiten Platz der Schulbesten liegt Fabienne Müller mit einem Schnitt von 1,17 ganz knapp vor Lara-Sophie Zott (1,18). Neben den Schulbesten wurden zudem noch die Erst- und Zweitbesten jeder Klasse geehrt.

Und noch jemand verlässt die Realschule

Bürgermeister Bernhard Uhl aus Zusmarshausen dankte Konrektor Arthur Englert zum Abschied in den Ruhestand für seine verdienstvollen Jahre. Die Schülersprecherinnen und der Schülersprecher, die alle drei zu den Abschlussschülern gehörten, bemerkten augenzwinkernd, dass es durchaus für Schüler und Lehrkräfte nicht immer leicht war und so manches Thema keine Motivation bei den Schülern weckte. Gleichwohl sparten sie nicht mit Lob und Dankesworten an Familie und Lehrkräften. Für musikalische Abwechslung sorgte die schuleigene Bigband – mit dabei fünf Abschlussschüler mit, die eine große Lücke im Ensemble hinterlassen. (AL)

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