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Schulbauten

30.11.2017

Realschule Neusäß: Anbau statt Container

Der Landkreis will zehn Millionen Euro investieren. Der Baubeginn hängt mit dem Gymnasium zusammen

Das Justus-von-Liebig-Gymnasium in Neusäß wird bald saniert, das Paul-Klee-Gymnasium in Gersthofen gar neu gebaut und jetzt steht schon das nächste große Projekt bevor: Einmütig hat der Bauausschuss des Kreistags der Erweiterung der Realschule Neusäß zugestimmt. Baubeginn soll das Frühjahr 2025 sein.

Seit etlichen Jahren sind vier Klassen in Containern auf dem Innenhof der Schule untergebracht. Bisher hat die Schulverwaltung durch geschickte Stundenplangestaltung sowie Doppelbelegungen den zusätzlichen Bedarf aufgefangen.

Hochbau-Fachbereichsleiterin Karin Hesse erklärte, dass diese Zwischenlösung bald durch einen Erweiterungsbau abgelöst wird. Rund 1500 Quadratmeter Fläche sollen nördlich des Schulgebäudes neu geschaffen werden: Das L-förmige, zweigeschossige Gebäude sieht neben Klassenzimmern und einem Mehrzweckraum auch einen großen Bereich für pädagogische Konzepte vor. Kreisbaumeister Frank Schwindling erklärte: „Der Anbau wird zudem so ausgerichtet, dass ein geschlossener Innenhof entsteht.“ Nach den Zahlen der Bauverwaltung wird das Projekt grob geschätzt zehn Millionen Euro beanspruchen. Der Eigenanteil des Landkreises liegt abzüglich der Einnahmen durch Zuschüsse und Beiträge bei sieben Millionen Euro. Weil das benachbarte Gymnasium in fünf Jahren generalsaniert wird, steht die Realschulerweiterung allerdings zunächst hinten an. Es fehle der Platz, um an beiden Schulbauten parallel zu beginnen. Die Pläne nämlich sehen vor, dass die Realschüler aus den Containern bei Bedarf in die neuen Ausweichräume des Gymnasiums oder in den Altbestand der Beruflichen Schulen ausweichen könnten. „Eine zeitgleiche Umsetzung ist hinsichtlich der Schülerströme nicht zu empfehlen“, sagte Karin Hesse in der Sitzung. Die Hochbauverwaltung prüft derzeit ebenfalls, welche Möglichkeiten für neue Parkplätze am Schulzentrum bestehen. Ausschussmitglied Jürgen Schantin (FDP) regte an, das ohnehin schon hohe Verkehrsaufkommen zu entlasten. Landrat Martin Sailer entgegnete: „Die Stadt Neusäß hat ein Verkehrsgutachten erstellen lassen, allerdings über den aktuellen Status quo – noch ohne die geplante Erweiterung.“ (kou-)

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