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Regierungsbildung in Gersthofen: Kein Mitleid für die CSU

Regierungsbildung in Gersthofen: Kein Mitleid für die CSU
Kommentar Von Christoph Frey
08.05.2020

Mit dem neuen Bündnis haben sich die Mehrheiten im Gersthofer Rat zugunsten des Bürgermeisters verändert. In der Vergangenheit bremste die CSU häufig.

Es ist ohne Zweifel ein buntes Bündnis, dem Michael Wörle da vorsteht und die gemeinsamen Nenner sind nicht unbedingt groß. Dementsprechend schwammig liest sich auch das „Regierungsprogramm“ für Gersthofen in einigen Punkten. Freundlich formuliert: Es lässt Gestaltungsspielraum.

Wesentlich wichtiger aus Sicht des Gersthofer Bürgermeisters ist aber: Das neue Bündnis ist eine deutliche Verbesserung gegenüber den Mehrheitsverhältnissen, mit denen er sich in den vergangenen sechs Jahren arrangieren musste. Damals konnten ihn die Fraktionen von WIR und CSU ausbremsen und ließen den Rathauschef oft genug ihre Macht spüren – nun sitzt er am längeren Hebel und das wird Gersthofens CSU nach Lage der Dinge in der kommenden Woche merken.

Willen der Gersthofer Wähler würde besser repräsentiert

Die stärkste Fraktion im Stadtrat soll bei der Vergabe der Bürgermeisterposten leer ausgehen. Mitleid muss man deswegen mit Gersthofens Christsozialen nicht haben.

Auch sie sind in der Vergangenheit mit der Konkurrenz wenig zimperlich umgesprungen. Dennoch: Ein Bürgermeisterposten für die Partei, die fast ein Drittel der Stadträte stellt, würde den Willen der Gersthofer Wähler besser repräsentieren, als die derzeitige Mathematik der Macht.

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