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Fischach

07.07.2010

Regionalentwicklung will er zu den Bürgern bringen

Das nun vollständige Team für die nächsten Jahre im Regionalentwicklungsverband Augsburg Land West: (von links) Karin Schaumann, Max Stumböck, Walter Aumann und Bettina Spengler. Foto: Marcus Merk
Bild: Marcus Merk

Dr. Max Stumböck wird neuer Geschäftsführer des Verbands. Er setzt sich für die Qualitätssicherung bei Real West. Er setzt sich für die Qualitätssicherung bei der Vergabe von Fördergeldern ein. Von Jana Tallevi

Der Übergangsmann wird bleiben: Dr. Max Stumböck, bislang kommissarischer Geschäftsführer der Regionalentwicklung Augsburg Land West, ist ab 1. August auch deren ordentlicher Geschäftsführer. Die Vorstandschaft habe sich auf ihn geeinigt, so Vorsitzender Walter Aumann. Stumböck ist außerdem Bürgermeister von Ustersbach. Er sieht seine Verbindungen in der Kommunalpolitik nun als Vorteil für seine Arbeit im Entwicklungsverband.

Für Stumböck ist die Arbeit bei ReAL West nicht ganz neu. Schon jahrelang war er gemeinsam mit Walter Aumann (Zusmarshausen), Peter Ziegelmeier (Fischach), Walter Wörle (Markt Wald) und Anton Gleich (Bonstetten) im Vorstand des Entwicklungsverbands, den er jetzt verlassen wird. Ihm zur Seite stehen Bettina Spengler im Büro und Karin Schaumann als Sachreferentin, die inzwischen ein gutes halbes Jahr bei ReAL West tätig ist. Max Stumböck möchte aktiv auf die Bürger aus den Mitgliedsgemeinden von ReAL West zugehen. "Nur Vorgänge bearbeiten, das ist mir zu wenig", sagt er.

Ziel von ReAL West ist es, europäische Fördergelder zu akquirieren. 1,3 Millionen stehen in dieser Zuschussperiode für den westlichen Landkreis und seine Mitgliedsgemeinden im Unterallgäu zur Verfügung. Diese Gelder können sich aber durch verwandte Fördermöglichkeiten verdreifachen, so Walter Aumann. Dass es jedoch eines gewissen bürokratischen Aufwands bedarf, um einen Teil dieses Geldes für ein Projekt zu erhalten, sieht Stumböck als Teil der Sache an. "Die EU muss genau überlegen, wofür sie Geld ausgibt. Nichts wäre kritischer, als bei dieser großen EU einfach Summen auszuschütten", erklärt er. Bei jedem beantragten Projekt müssten die Nachhaltigkeit und die Wertschöpfung für das Gebiet der ReAL West nachgewiesen werden, ergänzt Walter Aumann. Das seien eben die Qualitätsmerkmale, so Stumböck.

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Wie viele Gelder bereits seit der Gründung von ReAL West im April 2008 in die Mitgliedsgemeinden geflossen sind, ließe sich im Moment nicht genau sagen, so Karin Schaumann, "da wir viele Projekte gerade in der Pipeline haben". Die bayerische Staatsregierung habe jedoch mitgeteilt, dass ReAL West effizienter arbeite als viele vergleichbare Regionalentwicklungsvereine. Das wolle man nun auch allen Bürgern transparent darstellen, etwa im neuen Internetauftritt.

Staudenmosterei Bereits abgeschlossen ist das Projekt Staudenmosterei in Fischach. Der betreibende Obst- und Gartenbauverein hat eine Förderung in Höhe von 30 000 Euro bei 140 000 Euro Gesamtkosten von der EU erhalten.

Planetarium Im Entstehen ist die Idee eines Planetariums in Streitheim, geplant von Christoph Mayer. Als Privatperson kann er mit einer Förderung von rund 20 Prozent rechnen, wenn das Projekt angenommen wird. Das Planetarium muss dann unter anderem zwölf Jahre öffentlich zugänglich sein.

Ideen Geprüft werden derzeit die Ideen eines Ganghofer-Erlebnispfads im Holzwinkel, ein Landart-Projekt, der Kletterwald samt Erlebnisdorf zwischen Dinkelscherben und Zusmarshausen sowie die Umsetzung des Themas Römer an der Via Julia am Rothsee in Zusmarshausen und Horgau. Von Jana Tallevi

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