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Gersthofen

13.01.2020

Rekordbesuch beim Gersthofer Bürgerempfang

Mehr als 600 Gäste kamen nach Zählung der Gersthofer Stadtverwaltung zum Neujahrsempfang in die Stadthalle. 
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Mehr als 600 Gäste kamen nach Zählung der Gersthofer Stadtverwaltung zum Neujahrsempfang in die Stadthalle. 

Mehr als 600 Gäste lassen sich in der Stadthalle über die Arbeit der Verwaltung und das Leben in der Stadt im vergangenen Jahr informieren.

War es nur, weil die Bürger in Gersthofen mehr über den aktuellen Stand bei der Trinkwasserversorgung erfahren wollten, oder weil im Vorfeld der Wahlen und in Zeiten von „Fridays for Future“ das Interesse an der Politik gestiegen ist? Jedenfalls kamen zum Neujahrsempfang in der Stadthalle weit über 600 Bürger. Sie hörten sich den Bericht des Bürgermeister Michael Wörle an und kamen darüber hinaus miteinander ins Gespräch.

Chlorung war ein großes Thema

Ausführlich ging Wörle auf die Chlorung des Trinkwassers ein, die erforderlich wurde, nach dem im August bei einer Untersuchung koliforme Keime im Leitungswasser festgestellt wurden. Vorausgegangen war dieser Untersuchung ein anonymer Hinweis. „Wir wollen mit Nachdruck Kontakt mit dem Hinweisgeber, da er offenbar über Wissen verfügt, dass weder die Mitarbeiter des Wasserwerks, noch die inzwischen eingeschalteten Fachbüros haben“, betonte Wörle. Zwar sei inzwischen der Chlorgehalt stabil es gebe wieder Trinkwasserqualität. „Dennoch bleibt das Abkochgebot weiter bestehen.“ Der Grund: „Ab 20. Januar spülen wir das Wasserleitungssystem.

Da kann es sein, dass der Chlorgehalt zeitweise abfällt“, sagte er. Und man wolle vermeiden, dass in diesem Fall wieder die Feuerwehr Durchsagen machen und rote Zettel zum Abkochgebot an alle Haushalte verteilt werden müssen. Wörle versicherte: „Wir werden das Thema gemeinsam mit dem Stadtrat lösen, dazu ist es zu wichtig.“ Derzeit stünden zwei Varianten zur Diskussion: der Neubau des Wasserwerks oder ein Verbund mit der Stadt Augsburg, um dann das Wasser allein von dort zu beziehen.

Das Gersthofer Loch heißt nun „Potenzialfläche“

Wörle ging auch auf den im Dezember beschlossenen Kauf des Areals nördlich der Bahnhofstraße ein: „Es heißt jetzt Potenzialfläche und nicht mehr das Gersthofer Loch“, sagte er unter allgemeinem Gelächter. „Am 12. Februar 2017 war der Bürgerentscheid – vielleicht können wir am 12. Februar 2020 den Notartermin zur Unterschrift des Kaufvertrags machen.“

Der Förderpreis Jugend für ehrenamtliches Engagement ging an Anne Heckel.

Erstmals gezeigt wurde ein Film, auf dem die Feierlichkeiten zum 50. Jubiläum der Stadterhebung zu sehen sind. Eine Premiere war auch der Bürgerhaushalt: 100 000 Euros standen für Projekte zur Verfügung, welche die Bürger vorschlagen kommen. Darunter sind unter anderem elektrische Anzeigetafeln an den Bushaltestellen sowie eine Beleuchtung am Radweg Via Claudia.

Klimaschutz ist den Gersthofer ein Anliegen

Wörle schilderte die Bemühungen um den Klimaschutz, unter anderem mit einem Arbeitskreis „Biodiversität“: Wir brauchen keinen Klimanotstand, wir übernehmen das selber“, sagte er. Allerdings müssten auch die „Politiker in München und Berlin endlich ihre Hausaufgaben machen.

Bürgermedaille Für sein Jahrzehnte währendes Engagement für die Feuerwehr Rettenbergen zeichnete der Bürgermeister den ehemaligen Kommandanten Josef Seitz mit der Gersthofer Bürgermedaille in Bronze aus. „Er hat sich nicht nur unermüdlich um Jugendarbeit und die Nachwuchsgewinnung gekümmert, sondern auch das 125-jährige Jubiläum mit organisiert.“

Die Bürgermedaille Erhielt Stefan Seitz (Mitte) von Josef Schuler links) und Michael Wörle für sein Engagement für die Feuerwehr Rettenbergen überreicht.

Förderpreis Erstmals vergeben wurde der neue, mit 500 Euro dotierte „Förderpreis für Jugendliche unter 21 Jahren für besonderes außerschulisches ehrenamtliches Engagement“. Diese Ehrung ging an Anne Heckel. Sie ist Jugendvertreterin in der Alpinabteilung des CSC Batzenhofen-Hirblingen. Ebenfalls nominiert waren Julia Baltruschat (Jugendorchester Gersthofen), Luca Röder (CSC-Batzenhofen/Fußball) und Sebastian Pfiffner (Heimat- und Volkstrachtenverein). Ihnen überreiche Michael Wörle jeweils einen Gutschein.

Stellvertretender Landrat Heinz Liebert verwies auf die solide Lage der Wirtschaft, sah aber drei Gefahren : „Amerika, Brexit und China“, die den Wohlstand bedrohen könnten. Die Pläne des Landkreises für den 75 Millionen Euro teuren Neubau des Gersthofer Paul-Klee-Gymnasiums bezeichnete er als „Meilenstein“. "Kommentar

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