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Altenmünster

29.04.2020

Rekordhaushalt in Altenmünster beschlossen

Im kommenden Jahr hat die Gemeinde Altenmünster große Projekte geplant und im Haushalt taxiert.
Bild: Helene Weinold

Plus Für die Erweiterung des Kindergartens und neue Straßen in Hegnenbach greift Altenmünster tief in die Taschen. Welche großen Projekte heuer noch geplant sind.

Investitionen in den Kindergartenbau, dem Straßenbau in Hegnenbach und der Neugestaltung der Ortsmitte heben den Haushalt der Gemeinde Altenmünster auf ein Rekordniveau von 19,1 Millionen Euro an (2019: 15,7 Millionen Euro).

Die deutliche Erhöhung ist allerdings zum größten Teil auf Verschiebungen aus dem Vorjahr zurückzuführen, weil dort eingeplante Maßnahmen noch nicht durchgeführt werden konnten. Das Gremium billigte das umfangreiche Zahlenwerk einstimmig.

Diese Steigerung spiegelt sich vor allem im Vermögenshaushalt wider, der sich gegenüber 2019 um 3,2Millionen Euro auf nunmehr 10,5 Millionen Euro erhöht. Die moderate Erhöhung von 200.000 Euro im Verwaltungshaushalt auf 8,6 Millionen Euro ist der allgemeinen Preisentwicklung geschuldet.

Erweiterung des Kindergartens in Altenmünster ist eines der größten Projekte

Die Erweiterung des Kindergartens in Altenmünster, mit dessen Baubeginn noch in diesem Jahr zu rechnen ist, nimmt mit 1,7 Millionen Euro eine bedeutende Position bei den Investitionen ein, 500.000 Euro werden hier an staatlichen Zuwendungen erwartet. Für die Ortsdurchfahrt in Hegnenbach sind zwei Millionen Euro eingeplant, die Hälfte davon sind durch Zuschüsse gedeckt.

Ob für die Neugestaltung der Ortsmitte in Altenmünster in diesem Jahr schon Aufwendungen notwendig werden, ist noch nicht sicher. Vorsorglich wurden aber hierfür bereits 300.000 Euro in den Haushalt eingestellt.

Schuldenstand in Altenmünster wächst auf 5,5 Millionen Euro

Damit all die vielseitigen Maßnahmen bezahlt werden können, ist eine Kreditaufnahme von 1,4 Millionen Euro vorgesehen, was den Schuldenstand der Gemeinde auf 5,5 Millionen Euro erhöhen würde. Auch dies ist nur eine Vorsorgemaßnahme, denn seit 2016 sind wir ohne neue Kredite ausgekommen, merkte Bürgermeister Bernhard Walter an. Um die Flexibilität der Gemeinde zu steigern und jederzeit liquide zu sein, beschloss der Gemeinderat im Rahmen der Haushaltsplanungen, die Höhe des möglichen Kassenkredits von 500.000 Euro auf 1,2 Millionen Euro anzupassen. Dies ist eine der vielen Optionen, die im Haushalt mit vorgesehen sind, um auch in der aktuell ungewissen Situation handlungsfähig zu bleiben. „Es kann ja sein, dass Aufträge nun doch noch in diesem Jahr vergeben werden können, was vor der Corona-Krise noch nicht denkbar war“, erklärte Walter.

Eine moderate Steigerung um 200.000 Euro auf 5,5 Millionen Euro ist auf der Einnahmenseite der Kommune zu verzeichnen. Dabei fallen 2,5 Millionen Euro (2019: 2,4 Millionen Euro) auf den Gemeindeanteil der Einkommensteuer und 1,4 Millionen Euro (2019: 1,3 Millionen Euro) auf die Schlüsselzuweisung vom Land.

Unverändert mit 820.000 Euro stehen die Gewerbesteuereinnahmen im Etat, dies birgt allerdings aufgrund der unsicheren Konjunkturlage einige Unsicherheit in sich. Eine deutliche Steigerung ist bei den Wasser- und Abwassergebühren ersichtlich. Gegenüber dem Vorjahr stehen hier 955.000 Euro im Plan (2019: 835.000). Der Grund liegt hier bei einem gesteigerten Verbrauch und der Neuberechnung der Gebühren, die eine kostendeckende Kalkulation erfordert. Berücksichtigt werden dabei die notwendigen Investitionen für den Erhaltungsaufwand.

Bürgermeister: "Vernünftige, auf solider finanzieller Basis gebaute Entwicklung"

Alle Vorhaben, die in diesem Etat berücksichtigt sind und auch in die Folgejahre mit hineinwirken, wurden von den amtierenden Vertretern in der vergangenen Legislaturperiode beschlossen und auf den Weg gebracht. Deshalb war es dem scheidenden Bürgermeister und den weiteren sieben nicht mehr im künftigen Gemeinderat vertretenen Mitgliedern ein Anliegen, den von Heinz Weindl und Kathrina Wink hervorragend ausgearbeiteten Haushaltsplan noch vor dem Amtswechsel zu beraten. Das abgewickelte Haushaltsvolumen in seiner 18-jährigen Amtszeit beläuft sich auf 161 Millionen Euro, erläuterte Bernhard Walter. 103 Millionen Euro davon sind dem Verwaltungs- und 58 Millionen Euro dem Vermögenshaushalt zuzurechnen.

Ihm war es immer ein Anliegen, für die Gemeinde eine vernünftige, auf solider finanzieller Basis gebaute Entwicklung zu erreichen. „Wir sind auf dem besten Wege, dass mit der geplanten Ortsmitte aus Altenmünster ein Zentrum im mittleren Zusamtal mit wirtschaftlicher Bedeutung wird“, so der Bürgermeister in seinem Fazit.

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