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Respekt vor den Trachtlern

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Kommentar Von Gerald Lindner
12.06.2019

Brauchtum aufrechtzuerhalten und an die nachkommenden Generationen weiterzuvermitteln – diese Aufgabe haben sich die Heimat- und Volkstrachtenvereine gestellt.

Für viele Menschen haftet den Trachtlern das Klischee von Rückständigkeit an. Wer sich näher mit Brauchtum – in diesem Fall dem Schuhplatteln – befasst, sieht, dass das nicht zutrifft.

Beim „Bayerischen Löwen“ wurde klar, dass diese Form der Brauchtumspflege auch ein Sport ist, was man dem Tanzen, Eistanzen oder auch der rhythmischen Sportgymnastik schon lange zugesteht. Wie beim Tanzen müssen sich die Bewerber vor den strengen Augen von Richtern bewähren. Jedes kleinste Detail muss stimmen, denn insgesamt 13 Kriterien bewerten die Richter. Deswegen ist es selbstverständlich für die Trachtler, dass sie vor dem Wettbewerb hart trainieren müssen. Schließlich brauchen die „Buam“ für ihre Sprünge und Tänze auch eine gehörige Kondition und Rhythmusgefühl. Und wer sich nur einmal beim Walzertanzen auf der letzten Hochzeit zu schnell gedreht hat, weiß, wie schnell es einem dabei schwindlig werden kann. Die „Deandln“ drehen sich bei den Tänzen minutenlang um die eigene Achse. Respekt vor der Leistung der Trachtler.

Alles über den Wettkampf lesen Sie hier: Wie ein Gersthofer Vize-Weltmeister wurde

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