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Ursberg

13.05.2016

Ringeisen-Werk ist seit 20 Jahren kirchliche Stiftung

Die Zeitzeugen von damals im Gespräch mit Wolfgang Tyrychter (Mitte) bei der Festveranstaltung. Von links: Prälat Dr. Eugen Kleindienst und Sr. Evangelista Höfer CSJ. Daneben: Dr. Viktor Josef Dammertz, damals Bischof von Augsburg, und Msgr. Johann Wagner.
Bild: Peter Wieser

Zeitzeugen erinnern sich, wie es dazu kam. Auch der einstige Bischof Viktor Josef Dammertz war da.

„Jeder Mensch ist kostbar“ – in nur wenigen Worten lassen sich das Leitbild und der Hauptgedanke zusammenfassen. Vor 20 Jahren wurde die Trägerschaft der Schwesterngemeinschaft der St. Josefskongregation der kirchlichen Stiftung öffentlichen Rechts Dominikus-Ringeisenwerk übertragen. Der Festveranstaltung am Todestag von Dominikus Ringeisen, war ein Festgottesdienst in der Kirche St. Florian vorausgegangen.

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Doch wie kam es zur Übertragung? Generaloberin und Vorsitzende des Stiftungsrats Sr. M. Edith Schlachter CSJ erinnerte im großen Saal der Klostergaststätte an die, wie sie sagte „damals besorgniserregende Alterspyramide“. Es galt nicht nur Verantwortung für die Zukunft, unter anderem für die Mitmenschen mit Unterstützungsbedarf zu tragen, sondern auch die gegenüber dem Werk von Dominikus Ringeisen. Sr. M. Evangelista Höfer CSJ, als Mutter der Stiftung, habe die Wichtigkeit erkannt, diesen großen Schritt in die Zukunft zu machen – der nicht leicht, aber notwendig war. Als einen denkwürdigen Tag bezeichnete sie den 21. September 1995, den Tag der Unterzeichnung des Dekrets zur Stiftungsgründung.

Nach 20 Jahren erinnerten die Zeitzeugen von damals an die Problematik: „Es fehlte an jungen Schwestern, die in der Lage gewesen wären, die Anforderungen in die Tat umzusetzen.“ Doch sei es damals für viele zuerst nicht verständlich gewesen, als sie im Jahr 1993 das erste Mal darüber informierte, erzählte die damalige Generaloberin Sr. M. Evangelista Höfer CSJ. Dr. Viktor Josef Dammertz, damals Bischof von Augsburg, erinnerte sich , wie man durch die sinkende Zahl an Ordensschwestern auf das Problem aufmerksam wurde: „Es gab damals keine Alternative. Es war nicht nur wichtig, es war notwendig.“

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Eine für ihn unerwartete und eine nicht einfache Aufgabe war für Monsigore Johann Wagner, damals Geistlicher Direktor, die rechtliche Verselbstständigung in eine kirchliche Stiftung des öffentlichen Rechts.

Bei der Umwandlung in eine stabile Rechtsform lag diejenige einer Stiftung nahe, erklärte Prälat Dr. Eugen Kleindienst, der seinerzeit Generalvikar im Bistum Augsburg war – ein Abschieds- und Umstellungsprozess mit einem neuen Arbeitgeber. Wichtig bei der Umstellung sei gewesen, dass von einem Trägerwechsel möglichst wenig zu spüren gewesen sei.

Ex-Finanzminiseter Dr. Theo Waigel, der, wie er sagte, das Dominikus-Ringeisen-Werk von Kindesbeinen an kenne, betonte in seiner Festansprache die Bedeutung kirchlich-sozialer Stiftungen in der heutigen Zeit. Sie kümmerten sich vor allem um schwache und schutzbedürftige, um alte und kranke Menschen und um Menschen mit Behinderung. „Kirchliche Stiftungen verfügen über eine lange Tradition und Erfahrung“, so der ehemalige Politiker. Und gerade dies schaffe Vertrauen.

„Erkennen ist das eine, Entscheiden ist das andere“, dankte der Vorstandsvorsitzende des Dominikus-Ringeisen-Werks, Walter Merkt, allen für das Geleistete und was sie mitgetragen hätten, um damit zuversichtlich in die Zukunft gehen zu können.

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