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Dinkelscherben

13.05.2015

Risse in den Häusern

Anwohner der Siefenwanger Straße in Dinkelscherben machen ihrem Ärger über den Lastverkehr Luft. Beim Treffen mit Vertretern der Bürgerinitiative Straßensanierung ging es auch um Risse in den Häusern. 

Der Zustand der Straße und die Auswirkung auf die Wohnqualität waren Themen bei einem Treffen der Bürgerinitiative Straßensanierung Dinkelscherben mit Anwohnern der Siefenwanger Straße in Dinkelscherben. Durch letztere führt der Schwerlastverkehr eines Baustahlunternehmens.

Weit mehr als 200 (laut Verkehrszählung 2010 im Mittelwert sogar 280) Fahrzeuge würden Anwohner und Straße täglich belasten, heißt es in einer Pressemitteilung der Bürgerinitiative. Auch hielten sich nur wenige an die vorgeschriebene Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 Stundenkilometer. Bei Gegenverkehr werde über die Gehwege gefahren. Berichtet wurde auch von Rissen in den Hauswänden, die nach Meinung der Anlieger durch den Lasterverkehr über die holprige Straße verursacht worden sind. Die Straße sei sicher nicht für diese enorme Belastung gebaut worden. Alle Hoffnungen ruhen nun auf einer Entlastungsstraße (wir berichteten). Klar sei auch, dass wegen der abgelehnten Fertigstellung eines Gesamtflächennutzungsplan und die sich seit Jahren hinziehenden Hochwasserschutzmaßnahmen der Bau einer Entlastungsstraße in weite Ferne gerückt sein dürfte.

Auf keinen Fall wollen die Anwohner eine Sanierung oder einen Neubau der Siefenwanger Straße, heißt es in der Mitteilung. Es sei dann zu erwarten, dass die Straße dann für eine noch stärkere Belastung ausgebaut würde, verbunden mit noch mehr Schwerlastverkehr mit immer höheren Tonnagen. Die Kosten für unausweichliche Reparaturen dürften nicht auf die Anlieger umgelegt werden. Übereinstimmung habe auch darin bestanden, dass nach einer Verwirklichung einer Entlastungsstraße die Anwohner an dann fälligen Sanierungen nicht finanziell beteiligt werden dürfen. Die Straßenschäden seien nicht durch den Anwohnerverkehr entstanden. Einig waren sich die Teilnehmer auch über ein Straßenmanagement. Ein zwingend erforderliches Infrastrukturprogramm gebe Planungssicherheit und ermögliche so, dass die knappen Haushaltsmittel effektiv eingesetzt werden können. Nach einhelliger Meinung müsse ein bürgerfreundliches und gerechtes Finanzierungskonzept entwickelt werden. (AL)

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