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Aystetten

28.06.2019

Roland Woppmann tritt gegen Wendel in Aystetten an

Roland Woppmann, 54, (Mitte) will in Aystetten Bürgermeister werden.

Der 54-jährige Familienvater und Zollbeamte wurde von der CSU einstimmig für die Aystetter Bürgermeisterwahl nominiert.

Fast hätte er seine Nominierung verpasst. Drei Stunden stand Roland Woppmann im Mega-stau auf der A8 auf dem Rückweg von seiner Arbeitsstelle beim Münchner Zoll nach Aystetten. Dort kam er aber doch noch rechtzeitig an und wurde von der Aysteter CSU einstimmig zum Bürgermeisterkandidaten gekürt. Damit ist Woppmann der bisher einzige Herausforderer von Amtsinhaber Peter Wendel (Freie Wähler), der sich erneut zur Wahl stellt.

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Woppmann ist Beamter beim Zoll in München

Roland Woppmann ist 54 Jahre alt, verheiratet und hat drei Kinder zwischen 12 und 17 Jahren. Der Diplom-Finanzwirt ist Beamter beim Zoll in München. Er sitzt zwar erst seit März im Aystetter Gemeinderat – er rückte für den zurückgetretenen Peter Rauberger nach – aber das Engagement für die Kommunalpolitik ist Woppmann in die Wiege gelegt: Sein Vater Albert war viele Jahre bis 2003 CSU-Ortsvorsitzender, seine Mutter Ingrid war ab 2002 für eine Periode im Gemeinderat. Außerdem hatte sie im Ort einen kleinen Milchladen. „Deshalb kennen mich die meisten alteingesessenen Aystetter noch als den ,Bub aus dem Milchladen‘“, sagt Roland Woppmann lachend. Er selbst war zwar als junger Mann Gründungsmitglied der Jungen Union in Ay-stetten, aber für weiteres politisches Engagement sei in den letzten 15 Jahren leider keine Zeit gewesen. Während seiner Ausbildung und des Studiums beim Zoll sei er ständig in ganz Deutschland versetzt worden und war nur an den Wochenenden zu Hause. Aber seitdem er im Frühjahr in den Gemeinderat einzog, habe er wieder richtig Lust auf Politik bekommen. 

„Es ist Zeit für frischen Wind.“

Dann sei er auch in die CSU eingetreten, davor war er parteilos. „Ich glaube, ich kann mit meinen Fähigkeiten viel bewegen und verbessern“, so Woppmann, der sich als Beamter bestens mit Verwaltungsrecht und der Abgabenordnung auskennt. Es gäbe immer Möglichkeiten der Verbesserung im Ort und in der Verwaltung, und so sagt Roland Woppmann: „Es ist Zeit für frischen Wind.“ Vor allem für junge Menschen hofft Woppmann, Aystetten attraktiver zu machen: „Die zerstreuen sich in alle Winde und bleiben nicht am Ort.“ Anders als zur Zeit seiner Eltern ist die CSU in Aystetten nicht mehr die stärkste Kraft. Statt ehemals acht haben die Christsozialen heute nur noch vier Sitze und sehen sich einer absoluten Mehrheit der Freien Wähler mit acht Sitzen plus Bürgermeister gegenüber.

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