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Gessertshausen

14.03.2018

Rot-Kreuz-Lädle ist ein Erfolgsmodell

Ein Jahr haben die Ehrenamtlichen hoch motiviert das Rot-Kreuz-Lädle auf Kurs gebracht. Jetzt durfte mit einer Torte, gestiftet von Schirmherrn Max Strehle, gefeiert werden: Von links Brigitte Schulz, Veronika Werner, Hildegard Röhrich, Max Strehle, Christa Schestak, Elisabeth Schöffel, Brigitte Olivieri, Gertraud Gebele, hinten Axel Schuch.
Bild: Jutta Kaiser-Wiatrek

Ehrenamtliche kümmern sich um den Kleiderladen in Gessertshausen. Eine Prinzregententorte gibt es zum ersten Geburtstag.

In fröhlicher Stimmung mit Kaffee, Sekt und Torte wurde das einjährige Bestehen des Rot-Kreuz-Lädles in Gessertshausen gefeiert. „Der Laden war unser großes Anliegen, deshalb freuen wir uns jetzt ganz besonders, dass er so gut angelaufen ist“, erklärte Axel Schuch, Sachgebietsleiter Sozialarbeit beim Roten Kreuz. Ende März 2017 wurde der Laden an der Hauptstraße in Gessertshausen eröffnet. Die damals acht Ehrenamtlichen sind heute noch dabei, freut sich Schuch.

Boutique-Charakter soll Leute ansprechen

Brigitte Schulz erinnert sich, dass sie sich sofort vorstellen konnte, in dem kleinen Laden zu arbeiten und Kontakt zur Kundschaft zu haben. Ehrenamt liegt ihr sowieso, ist sie doch bereits in Diedorf ebenfalls ehrenamtlich in der Bücherei tätig. „Wir sind ein gutes Team!“ Der Laden hat sich prächtig entwickelt und inzwischen arbeiten regelmäßig 25 ehrenamtliche Mitarbeiter dort. „Dabei handelt es sich wirklich um reine Ehrenamtliche, die weder Aufwandsentschädigung noch Fahrtkosten erhalten“, betont Schuch, Verantwortlicher im Hintergrund. Es werden für den Verkauf viele gute Kleidungsstücke gebracht, etwa 90 Prozent von Privatleuten, zehn Prozent von Firmen. Wichtig ist es den Mitarbeitern, Laden und Ware ansprechend zu präsentieren. „Es soll ein wenig Boutique-Charakter herrschen, der die Leute anspricht“, sind sie sich einig und legen deswegen auch großen Wert auf die Schaufenster. „Die Ehrenamtlichen leisten viel Arbeit. Es genügt nicht nur zu kommen und zu verkaufen. Die Kleiderspenden werden von den Damen und einem Herrn selbstständig angenommen, sortiert, ausgezeichnet und dann ansprechend präsentiert“, erklärt Schuch. Und damit folgen sie mit bestem Beispiel dem Leitspruch und zugleich der Bestimmung des Kleiderladens mit „Menschen helfen Menschen“. Jeder Bürger kann hier einkaufen, mit einer Bescheinigung über ein geringes Einkommen wird der Preis nochmals um 50 Prozent reduziert. Insbesondere Alleinerziehende, Rentner und kinderreiche Familien sind dankbar für die erschwinglichen Angebote des Second-Hand-Ladens.

Der Laden soll noch länger geöffnet bleiben

„Der Laden ist ein Erfolgserlebnis“, zeigte sich auch Schirmherr Max Strehle höchst zufrieden. Er brachte eine Prinzregententorte mit einem riesigen roten Kreuz aus Marzipan zur Feier mit. Bald soll erstmals das eigentliche Ziel der Sozialläden erfüllt werden: Erwirtschaftete Überschüsse an soziale Projekte weiterzuleiten. So wurden beispielsweise in Bobingen die Tafel und der Kindergarten mit einer Spende unterstützt. Ein weiteres Ziel ist, den Laden noch länger zu öffnen. Momentan ist der Laden durchgehend Montag bis Freitag von 9 Uhr bis 17 Uhr geöffnet. Montag- und Mittwochnachmittag ist allerdings noch geschlossen. Hier werden vom Team weitere interessierte Ehrenamtliche gesucht, die sie unterstützen.

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