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Verkehr

25.10.2017

Runter vom Gas: In Heretsried wird künftig geblitzt

In Heretsried kontrolliert künftig die Kommunale Verkehrswacht die Einhaltung des Tempolimits.

Der Gemeinderat will die Raser im Ort zur Kasse bitten. Doch es gab auch skeptische Stimmen im Gremium

Ab jetzt kann es teuer werden: Die Gemeinde Heretsried will Raser künftig zur Kasse bitten. Neben den Geschwindigkeitsanzeigen gab es im Ort Ende September auch eine Test-Radarmessung. In gut 90 Minuten waren etliche Autofahrer mindestens zehn Stundenkilometer zu schnell – einer sogar über 25 Stundenkilometer. Der Gemeinderat hat daher beschlossen, dass im Ort künftig geblitzt wird.

Für den Eintritt bei der Kommunalen Verkehrswacht sind einmalig rund 2300 Euro zu entrichten. Jede Messung kostet die Gemeinde dann etwa 600 Euro. Die Bußgelder fließen in die Gemeindekasse.

Bei der Diskussion über den Beitritt zur Kommunalen Verkehrswacht gab es auch skeptische Stimmen. Gemeinderat Winfried Jacob fragte sich, wie viele Raser ertappt werden müssten, damit am Ende kein Defizit entstehe. Bürgermeister Heinrich Jäckle erklärte, er wisse von seinen Bürgermeister-Kollegen, dass mit den Geschwindigkeitskontrollen nichts zu verdienen sei. Gemeinderat Thomas Liepert meinte, darum gehe es hier auch nicht. Im Vordergrund müsse stehen, dass der Verkehr verlangsamt werde und man seine Kinder beruhigt nach draußen lassen könne. Gemeinderätin Ulrike Wiedemann bevorzugte die digitalen Geschwindigkeitsanzeigen, die derzeit in der Gemeinde an den Ortseingängen im Einsatz sind. Mit 8:5 Stimmen beschloss der Gemeinderat, der Kommunalen Verkehrswacht beizutreten.

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Lutz-Holger Behre vom Architektenbüro OPLA aus Augsburg präsentierte Grundrisse, Fassaden, Profile und Freiflächen für den Neubau der Bürgerhäuser in Heretsried und Lauterbrunn. Der Gemeinderat erteilte für beide Bauvorhaben das Einvernehmen.

Gemeinderätin Petra Huber berichtete von der Prüfung der Jahresrechnung 2016. Es habe keine Beanstandungen gegeben.

Im Winterdienst wird es eine Änderung geben. Der bisherige Fahrer steht nicht mehr zur Verfügung. Die Gemeinde möchte nun einen eigenen Schneepflug kaufen. Es soll versucht werden, den Winterdienst wieder mit eigenem Personal durchzuführen.

Zwischen Rathaus und Eichenweg können für die Glasfaserleitungen Leerrohre der LEW für die zukünftige Straßenbeleuchtung mitgenutzt werden. Bürgermeister Jäckle erklärte, dass es nicht einfach war sei, dies zu erreichen.

„Stolperfallen“ an wegen der Kabelverlegungen geöffneten Gehwege und Straßen sollen bis zum Winter beseitigt sein. So hätte es die Baufirma zugesagt.

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