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03.06.2019

SPD: Ein Fall für ein dickes Fell

Das miserable Ergebnis von acht Prozent für die SPD bei der Europawahl steckte noch in ihren Knochen, da kam der nächste Schlag mit dem unschönen Abgang ihrer Partei- und Fraktionsvorsitzenden Andrea Nahles.
Bild: Ina Fassbender, afp (Archiv)

Frauen in der Politik gehören in Bayern zur Minderheit.

Besonders starke Nehmerqualitäten und Idealismus braucht eine Frau, wenn sie sich noch dazu für die SPD engagiert. Auch die mit Ämtern betrauten Genossinnen im Unterbezirk Augsburg Land – und es sind nicht allzu viele – brauchen dieses dicke Fell.

Das miserable Ergebnis von acht Prozent für die SPD bei der Europawahl steckte noch in ihren Knochen, da kam der nächste Schlag mit dem unschönen Abgang ihrer Partei- und Fraktionsvorsitzenden Andrea Nahles. Für viele Frauen ist es schwer mit anzusehen, wie knallhart das politische Geschäft ist. Das ist nicht nur bei der SPD der Fall. Ein Blick auf die verunsicherte Annegret Kramp-Karrenbauer bei der CDU passt ins Bild.

Groko wird inzwischen als Last empfunden

Für alle SPD-Politiker im Landkreis – egal ob Mann oder Frau – kommt bei ihrer Arbeit erschwerend dazu, dass sie von Bürgern zunehmend für die Große Koalition gegeißelt werden. Überwog im März 2018 nach dem Mitgliederentscheid in der SPD noch die Erleichterung über das Ja zur „Groko“, wird sie inzwischen als Last empfunden. Ein Raus soll den Befreiungsschlag bringen. Politik soll wieder mehr Spaß machen, so die Hoffnung. Auch für die Frauen mit nicht ganz so dickem Fell.

Wie die Reaktionen im Augsburger Land sind, lesen Sie in unserem Artikel: Genossinnen im Augsburger Land haben Mitleid mit Nahles

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