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Simone Strohmayr beim Frauentag

08.03.2009

SPD kritisiert schlechtere Noten

Selbst vor den Lehrkräften an staatlichen Schulen mache die Ungleichbehandlung von Frauen und Männer nicht halt - so kritisiert die SPD-Landtagsabgeordnete Dr. Simone Strohmayr (Stadtbergen) zum Internationalen Frauentag.

Landkreis Augsburg (de) - Selbst vor den Lehrkräften an staatlichen Schulen mache die Ungleichbehandlung von Frauen und Männer nicht halt - so kritisiert die SPD-Landtagsabgeordnete Dr. Simone Strohmayr ( Stadtbergen) zum Internationalen Frauentag am gestrigen Sonntag. Im Augsburger Land gab es keine Veranstaltungen, die über den lokalen Rahmen hinausreichten.

Die Lehrkräfte werden im Rhythmus von vier Jahren beurteilt. Diese Beurteilungen bilden die Grundlage für Beförderungen, heißt es in einer Presseerklärung der Abgeordneten. "Weibliche Lehrkräfte schneiden deutlich schlechter ab", folgert die frauenpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion und beruft sich auf Angaben der Staatsregierung auf ihre Anfrage.

In den Landkreisen Augsburg-Land und Aichach-Friedberg erhielten 28,3 Prozent der männlichen Lehrkräfte die beiden Spitzenbeurteilungen HQ und BG (herausragende Qualität und besonders gut erfüllt). Von den weiblichen Lehrkräften bekämen diese beiden Spitzenbeurteilungen nur 14,8 Prozent, also fast die Hälfte. Damit, so Strohmayr, sei es auch in diesen beiden Landkreisen zu einer erheblichen Benachteiligung von Frauen gekommen. Nachdem an Volksschulen seit 2006 die Schulleiter die Beurteilungen durchführen, appelliert Strohmayr sowohl an die Gleichstellungsbeauftragten als auch an die staatlichen Schulämter, künftig dezidiert darauf zu achten, dass weibliche Lehrkräfte an Volksschulen in der dienstlichen Beurteilung nicht abgehängt werden.

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Die Ungleichbehandlung beim Lohn kritisieren die Grünen in Neusäß. "Frauen in Deutschland erhalten immer noch rund 23 Prozent weniger Einkommen als Männer", so die Fraktionsvorsitzende im Neusässer Stadtrat, Silvia Daßler. Neusäß könne aber mehr tun. Zwar müsse die Stadt laut Gesetz keine Gleichstellungsbeauftragte haben, dennoch gebe es in der Verwaltung seit einigen Jahren eine Gleichstellungsbeauftragte - allerdings nur mit fünf Stunden in der Woche. Themen wie geschlechtsspezifische Personalsituation in den einzelnen Ämtern, Frauen in Führungspositionen und Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Berufswahl von jungen Frauen und vieles mehr könnten mit diesem Stundenkontingent nicht im nötigen Umfang bearbeitet werden.

Daßler kritisiert: "Auch in der Stadtverwaltung und der ,CSU-Stadtregierung' gibt es keine Frauen in Führungspositionen, weder bei den drei Bürgermeisterposten noch bei den Amtsleitern."

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