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Augsburg

30.09.2013

Sandbahnrennen in Haunstetten: Viel Staub aufgewirbelt

Sie wirbelten nicht nur gewaltig Staub auf, sondern gewannen auch das Rennen der A-Seitenwagen im Haunstetter Stadion: Fahrer Stefan Brandhofer und Christian Schädeler vom gastgebenden AMCH.
Bild: Michael Hochgemuth

Bei der deutschen Landgbahnmeisterschaft in Haunstetten sorgen die heimischen Motorradfahrer für Furore. Viele Unfälle trüben die ansonsten gute Stimmung.

Die Zuschauer auf der Haunstetter Stadiontribüne müssen ihre Köpfe zur Seite drehen. Unter tosendem Lärm rasen Motorräder nur einige Meter von ihnen entfernt vorbei. Die Maschinen wirbeln derart viel Staub auf, dass das ausgegebene Programmheft als Schutzschild gegen herumfliegende Steinchen gebraucht wird. Die Motorsportinteressierten können schließlich erst langsam wieder durch die verfliegenden Staubschwaden dem Geschehen auf der Sandbahn folgen.

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Stefan Brandhofer: "Wer Angst hat, braucht nicht an den Start gehen"

Die deutsche Motorrad-Langbahnmeisterschaft in Augsburg ist nichts für zart besaitete Beobachter – und schon gar nicht für furchtsame Sportler. Die besten Fahrer des Landes kämpfen knüppelhart um die Platzierungen. „Wer Angst hat, braucht nicht an den Start gehen“, sagt Stefan Brandhofer vom Automobil- und Motorsportclub Haunstetten (AMCH), der sich mit Beifahrer Christian Schädler den Sieg in der Kategorie Seitenwagen sicherte.

Sie kamen am besten mit der teilweise rutschigen Bahn zurecht. Andere riskierten zu viel und stürzten. Das anwesende Arzt- und Sanitätsteam musste deshalb gleich ein halbes Dutzend Mal ausrücken. „Das war absehbar bei diesem exklusiven Fahrerfeld, jeder will etwas erreichen. Es ist aber niemandem etwas Schlimmeres passiert“, sagt der Rennarzt Dr. Albert Walther. Einzig Michael Härtel wurde vorsichtshalber in das Klinikum gebracht, die anderen gestürzten Fahrer kamen mit leichten Blessuren davon.

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Die etwa 2.500 Zuschauer an diesem Sonntag mussten bei den Unfällen immer wieder den Atem anhalten. Ansonsten herrschte ausgelassene Stimmung im Haunstetter Rund. „So einen Zuschauerzuspruch haben wir in Augsburg schon seit Jahren nicht mehr gehabt. Ich bekomme Gänsehaut bei dieser Kulisse“, sagt Rennleiter Erich Scheunemann vom AMCH.

Schon Wochen zuvor hatten er und seine Kollegen das große Event geplant und organisiert. Mit Erfolg. „Es hat riesig Spaß gemacht. Schön, dass der deutsche Bahnsport wieder etwas aus der Nische herauskommt“, sagt Martin Smolinski auch aufgrund des anwesenden Fernsehteams des Bayerischen Rundfunks. Der Fahrer des AC Landshut konnte seinen Titel bei der deutschen Solo-Langbahnmeisterschaft souverän verteidigen.

Doppelsiege für den Gastgeber

Für die Gastgeber selber lief es sportlich ebenso hervorragend. Im Seitenwagen-Wettbewerb kamen neben den Siegern Stefan Brandhofer und Christian Schädler auch die Zweitplatzierten Markus Brandhofer und Tim Scheunemann vom hiesigen AMCH. In der Soloklasse mit 500 Kubikzentimetern bejubelten mit David Pfeffer und Philipp Schmuttermayer wieder zwei Augsburger die ersten beiden Plätze. „Wir sind sehr zufrieden, das war wirklich top“, schwärmt Scheunemann vom Auftreten seiner Fahrer. „Aber die Bahn ist jetzt am Ende.“

Deren Oberfläche verteilte sich nicht nur auf die Tribüne. Selbst die Autos, die in der Nähe des Stadions parkten, hatten anschließend eine Staubschicht auf dem Lack.

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