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Nordendorf

28.10.2019

Sandra Wille aus Nordendorf führt sportlich durch das Lechtal

Schlingentrainer, Kettlebells und Battleropes kommen beim Wille-X-Cross-Trainingskonzept zum Einsatz, verrät Sandra Wille, die Gründerin von Bewegungswille. Das kraftintensive Ganzkörperworkout lockt sogar den einen oder anderen Mann, obgleich aktuell etwa 90 Prozent der Kunden weiblich sind. 
Bild: Steffi Brand

Sandra Wille, die Gründerin der Firma Bewegungswille, geht mit ihren Kursen auf Tour. Welche Kurse sie aktuell anbietet.

Sandra Wille, die Gründerin der Firma Bewegungswille, hat einen straffen Zeitplan – und nach dem tourt sie jede Woche durchs Lechtal. Montags ist sie Trainerin des Kurses „Haltung und Bewegung durch Ganzkörpertraining“ in Westendorf, dienstags gibt sie Step Aerobic in Ehingen und donnerstags ist sie Trainerin beim Firmensport in Thierhaupten. Dazu kommen dienstags und donnerstags Rehasport-Kurse in Nordendorf sowie die Vertretung ihres Trainerteams in Kühlenthal, Allmannshofen, Ostendorf und Druisheim, falls diese ihren Kurs nicht geben können.

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Auch der Beginn ihres Trainerdaseins ist auf eine Vertretungsregelung zurückzuführen. „Meine Step-Aerobic-Trainerin war schwanger“, erinnert sich Sandra Wille. Zunächst habe die passionierte Sportlerin dann unter Anleitung der Trainerin deren Schwangerschaft überbrückt. Auch als das Baby auf der Welt war, sprang sie ab und an ein, um dann – nach der Geburt des zweiten Babys – den Kurs ganz zu übernehmen. „Damals war ich gerade mal 18 Jahre alt“, verrät die Unternehmerin. Heute ist sie 34 und hat aus ihrer sportlichen Leidenschaft ein Geschäftsmodell kreiert, das seit der offiziellen Gründung im September 2014 auf den Namen „Bewegungswille“ hört und auch bei Facebook zu finden ist.

Diesen Namen hat sie vor fünf Jahren durchaus bewusst ausgewählt, denn gemeinsam mit ihrem Trainerteam – mit Manu, Melanie, Kathi, Michael, Thomas, Sylvia, Gabriele, Max, Marion, Andreas, Gabi und Christin-Nicole – hat sie ein kunterbuntes Bewegungspaket geschnürt, das mit den Jahren gewachsen ist, wie die 34-Jährige erklärt: Jeder Trainer, der freiberuflich bei Bewegungswille einsteigt, bringt eine andere sportliche Qualifikation mit ein und diese kann dann zum Kursangebot werden.

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Kurse in Sportheimen, Schulsporthallen, Turnräumen oder Mehrzweckhallen

Weiß die Unternehmerin, welches Kursangebot aus der Trainer-Lizenz wird, sucht sie gezielt nach Räumlichkeiten. „Ich achte darauf, dass ich eine Nische finde“, erklärt die 34-Jährige. So will sie keinem örtlichen Verein sportliche Konkurrenz machen, sondern anbieten, was es im Ort noch nicht gibt. Eigene Räumlichkeiten hat sie nicht, stattdessen finden die Kurse in Sportheimen, Schulsporthallen, Turnräumen oder Mehrzweckhallen statt.

Das bringt Vor- und Nachteile gleichermaßen mit sich: Positiv wirkt sich dieses Trainingskonzept auf die Preise aus, denn die können vergleichsweise moderat gestaltet werden. Zudem sind vielen die Räumlichkeiten bekannt – das schafft Vertrauen. Auf Luxus, wie etwa Sauna, Duschen etc., die in großen Fitnessstudios mittlerweile üblich sind, müssen die Sportler hingegen in den stundenweise angemieteten Sporträumlichkeiten verzichten.

Insgesamt 24 Kursangebote bietet die Unternehmerin aktuell an. Erst im vergangenen Jahr hat sie die 20er-Marke geknackt, für das kommende Jahr visiert sie die 30er-Hürde an. Inhaltlich unterscheiden sich die Kurse in mehrere Sparten: Zum einen gibt es sportliche Kurse – wie Wille X-Cross, Gettoworkout, Fit For Function, Step-Aerobic oder Zumba Step – die zum Auspowern dienen.

Yoga und Faszien Yoga, stehen aktuell auf dem Kursplan

Doch auch weniger schweißtreibende Kursmodelle, wie etwa Integrales Yoga und Faszien Yoga, stehen aktuell auf dem Kursplan unter bewegungswille.de. Rehasport, also Kursmodelle, die von der Krankenkasse bezahlt werden, bietet Sandra Wille als Trainerin für den Verein RehaForFit an – gemeinsam mit ihren Kolleginnen Manu und Christin-Nicole.

Summa summarum kommt die 34-Jährige aktuell auf 55 Wochenarbeitsstunden, die sie zu etwa 65 Prozent in Bewegungswille und zu 35 Prozent in ihren Job als Versicherungsfachfrau steckt. Da sie als selbstständige Versicherungsmaklerin vor allem Privatkunden betreut, kann sie die beiden unternehmerischen Standbeine durchaus gut vereinen, verrät sie.

Bleibt neben Versicherungen und Sport Zeit für Freizeit, verbringt sie diese gerne mit ihrem Freund und draußen. Beim Radfahren, Wandern und Spaziergehen holt sie sich, was ihr beim Training fehlt – frische Luft. Nur vereinzelt lässt sich das kombinieren – beispielsweise mit Spezialangeboten wie der Fahrrad-Stadtführung durch Augsburg, die zeigt: An kreativen Bewegungsideen mangelt es nicht.

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