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Leitershofen

25.07.2020

Sanierung der Sporthalle in Leitershofen geht mächtig ins Geld

Die Oswald-Merk-Halle in Leitershofen ist in die Jahre gekommen und muss saniert werden.
Bild: Andreas Lode

Plus Die Erweiterung der Kita am Reiterweg und der Umbau der Oswald-Merk-Halle in Leitershofen werden die Kasse der Stadt Stadtbergen besonders belasten.

„Wie wollen wir das alles bezahlen?“ Diese Frage beschäftigte den Stadtrat in Stadtbergen in seiner Sitzung. Zwei Bauprojekte werden die Stadt in Zukunft viel Geld kosten: die Erweiterung der Kindertagesstätte am Reiterweg und die Sanierung der Oswald-Merk-Halle in Leitershofen. Bei beiden Projekten war sich das Gremium allerdings einig, dass sie angegangen werden müssen und bei beiden drängt die Zeit. Für die Sanierung der Sporthalle könnten Fördergelder verloren gehen, der Ausbau des Kindergartens ist unbedingt notwendig, da die Stadt die Plätze braucht.

Für den Ausbau des Kindergartens am Reiterweg wollen Verwaltung und Stadtrat eine vorzeitigen Maßnahmenbeginn im April 2021 erreichen. Dafür musste jetzt ein weiterer Beschluss im Stadtrat gefasst werden, der trotz der hohen Kosten von knapp sieben Millionen Euro für Erweiterung und Sanierung der Kita einstimmig bestätigt wurde.

Kita am Stadtberger Reiterweg wird deutlich teurer

In der Sitzung stellte der beauftragte Architekt eine detaillierte Kostenschätzung vor. Das Projekt am Reiterweg ist mittlerweile schon einige Jahre alt und es gab im vergangen Jahr eine Analyse, die von etwas geringeren Kosten ausgingen. Die Sanierung des Bestands wird zum Beispiel aufwendiger und teurer als angenommen. Die Schätzung aus dem vergangenen Jahr ging von 152.000 Euro aus, jetzt sind 800.000 Euro veranschlagt.

Trotz der hohen Kosten kamen die mittlerweile fortgeschrittenen Planungen des Architekturbüros gut an. Roland Mayr, der Fraktionsvorsitzende der SPD im Stadtrat, betonte: „Leiterin und Angestellte sind zufrieden.“ Auch die anderen Fraktionen im Stadtrat begrüßten die enge Zusammenarbeit mit dem Personal der Einrichtung. Außerdem kam die Frage auf, mit wie viel Geld an Förderungen man rechnen könne. „Wir sind in Abstimmung mit der Regierung von Schwaben“, erklärt Stadtbaumeister Rainer Biedermann, es gebe allerdings noch keine klaren Aussagen zur Höhe der Förderung. Die großzügigen Erweiterung der Kita am Reiterweg soll im Jahr 2022 fertig werden, danach geht es an die Sanierung des Bestands.

 

Allerdings ist die Kita nicht das einzige Projekt, das Stadtbergen schon seit einiger Zeit im Auge hat. Im Haushalt für das laufende Jahr ist die Sanierung der Oswald-Merk-Halle in Leitershofen mit 1,4 Millionen Euro festgehalten. Allerdings wird das nicht ausreichen, wie Stadtbaumeister Biedermann in der letzten Sitzung des Stadtrates darstellte. Die erste Schätzung habe sich an groben Richtgrößen orientiert, erklärt Biedermann. Seine detaillierte Untersuchung des Projekts habe allerdings ergeben, dass die Sanierung inklusive Steuern etwa 3,4 Millionen Euro kosten würde. Außerdem würde eine Bundesförderung von 585.000 Euro verfallen, wenn man nicht bald mit den Maßnahmen beginnt, so Paul Metz.

Leitershofen: Neubau der Halle findet keine Mehrheit

Wegen der hohen Kosten für die Sanierung wurden im Stadtrat wiederum Stimmen laut, die einen Neubau befürworten würden. Auch einem Vertreter des TSV Leitershofen wurde in der Sitzung das Wort erteilt. Der Vorsitzende des Vereins Kurt Hüttinger sprach sich für einen Neubau aus, da die Corona-Krise die Platzprobleme in der Halle noch einmal verdeutlicht hätte.

Auch diese Möglichkeit hatte die Verwaltung im Vorfeld geprüft. Das Ergebnis: Eine Sanierung wäre nicht nur nachhaltiger, sondern auch wirtschaftlich sinnvoller als ein Neubau, erklärte Biedermann.

Die mittlerweile fast 50 Jahre alte Halle hat für einige Stadträte auch sentimentalen Wert. Roswitha Merk (CSU) erklärte ihre Zweifel: „Will ich die Halle, die mein Großvater nach dem Krieg mühsam mit anderen Heimkehrern aufgebaut hat, zum Abriss freigeben? Er war ein sparsamer Mann, er hätte auf keinen Fall abgerissen.“ Merk sprach sich zusammen mit 21 weiteren Stadträten für die Sanierung der bestehenden Halle aus. Für einen Neubau stimmten insgesamt sieben Mitglieder des Gremiums.

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