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Sankt Martin made in China

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Kommentar Von Maximilian Czysz
12.11.2018

Mal ganz grell, meistens aber bunt. Um ein ganz anderes Licht geht es, wenn Kinder und Eltern jetzt bei Einbruch der Dunkelheit mit Laternen durch die Straßen ziehen, um an die Botschaft von Sankt Martin zu erinnern.

Früher war der Umzug auch ein Geschicklichkeitstest: Wer schaffte es, seine selbst gebastelte und reich verzierte Laterne schadlos wieder nach Hause zu bringen? Wer nicht wollte, dass das um zwei Hartkäseschachteln geklebte durchsichtige Papier in einem kleinen Feuerball abfackelte, der musste sich um die kleine Flamme der Stabkerze kümmern. Musste höllisch aufpassen, dass das flackernde Licht in der windigen Nacht nicht erlosch. Sorgfalt und Verantwortung waren gefragt. Heute haben es die Kinder leichter.

Schließlich gibt es elektrische Plastiklichter. Sie sehen aus wie kleine Teelichter. Gespeist werden sie von drei kleinen Knopfbatterien. Nichts kann passieren, außer die kleine Flamme aus China bekommt einen Wackler. Beliebt sind auch die LED-Laternenstäbe mit Schalter am Griff, Leuchtstern und Lämpchen. Die Kinder nutzen die Stäbe als Laserschwerter oder um während des Umzugs kleine Scharmützel auszufechten – das ist dann Sankt Martin 2.0.

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