Schaffen Storchens das?

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Kommentar Von Christoph Frey
04.07.2018

Aus gegebenem Anlass sorgen wir uns heute um den Storch. Und das aus gutem Grund.

Schließlich geht Meister Adebars Beziehung zum Homo sapiens weit über das ansonsten übliche Verhältnis zwischen Mensch und Tier hinaus. Man nehme als Beispiel nur die familienpolitische Bedeutung, die mancher dem Storch zuschreibt. Derzeit jedenfalls scheint bei Mensch wie Tier ein zarter Babyboom ausgebrochen, was schon wieder leichte Sorgenfalten hervorruft. Sind die Flattermänner der Doppelbelastung als Ernährer und Erzieher überhaupt noch gewachsen? Brauchen sie nicht Hilfe bei der Brutpflege? Den Störchen Wohlgesonnene behalten die Nester vorsichtshalber genau im Auge.

Ein Storch kann sich heutzutage in seinem Nest nicht einmal mehr unbemerkt am Schnabel kratzen: Mit ziemlicher Sicherheit nämlich wird er in diesem Moment fotografiert, auf Video gebannt, wird der peinliche Moment ins ewige Gedächtnis des Internet gebrannt. Der Klapperstorch an sich, der dazu neigt, sein trautes Heim auf weithin sichtbaren Plätzen zu errichten, führt ein öffentliches Leben in einer Art, die selbst hartgesottenen Hollywood-Größen den Schlaf rauben würde. Ob Beziehungskrisen oder Scherereien mit dem Nachwuchs – bei Storchens ist alles öffentlich. So ist das eben, wenn Klappern zum Handwerk gehört. Zum Artikel

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