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Dinkelscherben

14.02.2015

Schildbürgerstreich im Fasching?

Am Rathaus in Dinkelscherben darf seit dieser Woche nicht mehr geparkt werden. Aber wo dann?
Bild: Marcus Merk

Fasching kann ebenso kurios wie verrückt sein. Als Scherz aufgefasst hat Otto Groß aus Dinkelscherben die neuen Verkehrsschilder in der Augsburger Straße an der Marktverwaltung nicht. Er ärgert sich.

Menschen, die in Ganzkörper-Affenkostüme schlüpfen und nur noch in Reimform reden. Oder Männer, die sich brusthaarig in hautenge Anzüge mit Spaghettiträgern pressen, um dann mit Tutu und in Spitzenschuh Schwannensee zu tanzen: Fasching kann ebenso kurios wie verrückt sein. Als Scherz aufgefasst hat Otto Groß aus Dinkelscherben die neuen Verkehrsschilder in der Augsburger Straße an der Marktverwaltung nicht. Er ärgert sich vielmehr über das absolute Halteverbot, das seit dieser Woche gilt.

Otto Groß fragt sich: War das ein Schildbürgerstreich? Wo bitteschön soll er sein Auto abstellen, wenn er auf die Gemeinde muss? Der Parkplatz hinterhalb der Verwaltung jedenfalls ist meistens belegt – dort stehen die Autos der Rathaus-Angestellten.

In den kommenden Tagen soll sich das Parkproblem lösen, verspricht Kai Fiedler vom Bauamt. Dann nämlich erhält der Markt weitere Stellplätze unweit des Verwaltungsgebäudes. Auf der angemieteten Fläche finden sechs Mitarbeiter-Fahrzeuge Platz. Und damit können die Rathausbesucher wieder auf den ausgeschilderten Verwaltungsparkplatz.

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Die Marktgemeinde wollte die Parkplatz-Rochade ankündigen, ehe die neuen Schilder an der Straße aufgestellt wurden. Doch am Ende waren die Verkehrszeichen schneller da als gedacht. „Das ist ungünstig gelaufen“, sagt Kai Fiedler und bittet um Verständnis.

Geplant und beantragt hatte die Marktgemeinde Dinkelscherben das absolute Haltverbot schon seit längerem. Schließlich kommt es im Kreuzungsbereich der relativ stark befahrenen Augsburger Straße und der Bahnhofstraße immer wieder zu Unfällen. In den vergangenen Jahren waren es insgesamt rund 30. Ursache für den jüngsten Blechschaden war nach Auskunft der Polizeiinspektion Zusmarshausen die tief stehende Sonne.

Der Rückstau durch parkende Autos in der Augsburger Straße war für die Verwaltung ein weiterer Grund, sich für das Halteverbot stark zu machen. Es gilt übrigens auf beiden Straßenseiten auf einer Länge von jeweils rund 80 Metern – von Hausnummer zwei bis sechs.

Wer sich nicht daran hält, muss mit einem Busgeld von 15 Euro rechnen. Wer zusätzlich einen anderen Verkehrsteilnehmer behindert, ist 25 Euro los. Das Auto nur eben kurz abstellen, um einen Brief in der Gemeinde abzugeben, gilt nicht: Wer aussteigt und sein Fahrzeug verlässt, verstößt gegen das Verkehrsordnung. Das ist ein wesentlicher Unterschied zum eingeschränkten Halteverbot, bei dem der Autofahrer nach Auskunft der Polizei sehr wohl seinen Wagen kurz verlassen kann, ihn allerdings immer im Blick haben muss.

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