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Neusäß

01.09.2017

Schlusslicht geht im Nieselregen baden

So sieht Enttäuschung aus. Auch Neuzugang Oktaj Abazi konnte dem Spiel des TSV Neusäß keine Impulse geben. Das Schlusslicht verlor gestern Abend im Kellerduell der Bezirksliga Süd gegen den TSV Ziemetshausen mit 0:4. 
Bild: Foto: Marcus Merk

Nach dem 0:4 gegen den TSV Ziemetshausen wird die Luft für den TSV Neusäß immer dünner. Einen positiven Aspekt gab es

„Hauptfeld gesperrt“ – das Schild mit dieser Aufschrift stand noch zehn Minuten vor Spielbeginn am Rande des grünen Rasens auf der Tartanbahn im Lohwaldstadion. Vielleicht wären die Verantwortlichen besser beraten gewesen, wenn sie es nicht doch noch rechtzeitig entfernt hätten, um die Partie zwischen dem TSV Neusäß und dem TSV Ziemetshausen abzuwickeln. Im Kellerduell der Fußball-Bezirksliga Süd gingen die Schützlinge von Trainer Helmut Riedl gestern Abend im Dauerregen mit 0:4 baden. „Jetzt muss dann ein Wunder geschehen“, stand Abteilungsleiter Dr. Ernst Krendlinger die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben, „es funktioniert überhaupt nichts.“

Stimmt nicht ganz, denn zumindest die erste halbe Stunde hielten die Neusässer dagegen. Mit Neuzugang Oktaj Abazi, Ahmet Karaca und Kapitän Philipp Scherer hatte Trainer Helmut Riedl drei neue Leute gebracht, Stürmer Tobi Müller besetzte die rechte Verteidigerposition. Der Beginn war vielversprechend. Akif Dogan hatte schon nach drei Minuten den Führungstreffer auf dem Schlappen. Mit einem Direktschuss nach schöner Flanke von Abazi verfehlte Anel Jusufovic das Tor nur knapp (27.). Fünf Minuten vor der Pause sah die Abwehr der tief stehenden Gastgeber dann aber schlecht aus, als der am langen Eck blank stehende Nikolai Miller zum 0:1 eindrückte. Neusäß geriet nun völlig aus dem Gleis und gestattete Chancen im Minutentakt.

Unmittelbar nach dem Seitenwechsel schloss Benjamin König nach einem Ballverlust im Mittelfeld zum 0:2 ab (47.). Der TSV Neusäß blieb zwar bemüht, doch außer einem Kopfball von Abazi sprang nichts mehr heraus (56.). Ein Doppelwechsel (58.) sorgte nochmals für ein kurzes Aufbäumen, doch insgesamt war zu wenig Feuer unter dem Kessel. Zu brav und zu bieder agierten die Riedl-Schützlinge.

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Dem TSV Ziemetshausen, dem seit 1997 kein Sieg mehr gegen den TSV Neusäß gelungen ist, war’s recht. Das lag natürlich auch daran, dass die beiden Kontrahenten in der Nord- beziehungsweise der Südgruppe der Bezirksliga spielten. Gestern Abend aber nutzten die Gäste ihre Freiheiten weidlich aus.

Nach einer unzureichend geklärten Ecke zirkelte Adnan Akyel die Kugel mit dem Außenrist zum 0:3 in den Winkel (66.). Beim 0:4 stand Andreas Endres allein vor TSV-Torhüter Christoph Wiesmüller und vollstreckte ganz locker (75.). Das wurde dem Gegner aber auch zu einfach gemacht. Gut, dass der TSV Ziemetshausen seine Konter nicht konsequent zu Ende spielte – sonst hätte es noch viel höher ausgehen können.

Trainer Helmut Riedl sprach nach dem Spiel von einem absoluten Tiefpunkt. „Das habe ich nicht erwartet. Es hat der letzte Biss und der letzte Fight gefehlt. Drei der vier Tore haben wir durch katastrophale Fehlpässe selber eingeleitet.“

Einzig positiver Aspekt aus Neusässer Sicht an diesem tristen Abend: Nach langer Verletzungspause feierte Tim Hofbauer ab der 67. Minute ein Comeback.

TSV Neusäß: Wiesmüller – Müller, A. Kastenhuber, Schimunek, Ph. Scherer – Beltle, Dogan, Metzenrath, Karaca (58. D. Scherer) – Jusufovic (67. Hofbauer), Abazi (58. Güngör).

TSV Ziemetshausen: Leisenberger – Zott, F. Klimm, S. Endres, Fendt (68. Bettighofer) – A. Endres, König, Eppler – Akyel (73. M. Klimm), Maier, Miller (78. Greiner).

Tore: 0:1 Miller (40.), 0:2 König (47.9, 0:3 Akyel (66.), 0:4 A. Endres (75.). – Schiedsrichter: Stefan Haas (BSC Memmingen). – Zuschauer: 125.

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