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Neuwahl

19.03.2015

Schon als Kind packte ihn das Tennisfieber

Rolf Homölle beendet nach insgesamt 20 Jahren seine ehrenamtliche Arbeit im Vorstand des TC Rot-Weiß Gersthofen.
Bild: Marcus Merk

Rolf Homölle tritt als Vorsitzender des TC Rot-Weiß Gersthofen nicht mehr an

Wenn man seinen Namen in Gersthofen hört, dann verbindet man spontan zwei Dinge: Hausverwaltung und Tennisclub Rot-Weiß. Bei Letzterem geht nun eine Ära zu Ende, denn bei den Neuwahlen am heutigen Donnerstag, 19. März, wird sich Rolf Homölle nach insgesamt 20 Jahren ehrenamtlicher Mitarbeit im Vorstand, wovon er den Verein die letzten zwölf Jahre als Präsident vorangebracht hat, nicht mehr zur Wahl stellen.

Bereits als er 13 Jahre alt war, schlossen seine Eltern für ihn eine Mitgliedschaft im nur zwei Jahre zuvor gegründeten Tennisclub Rot-Weiß ab. Seitdem war er dieser aufregenden Sportart verfallen und konnte in seiner sportlichen Karriere einige Erfolge feiern. Auch heute noch spielt er aktiv mit seinem Team Herren 55 in der Bayernliga, der zweithöchsten Klasse deutschlandweit. Aber nicht nur als Sportler hat Rolf Homölle sich in Gersthofen einen Namen gemacht. Auch im ehrenamtlichen Bereich ist er schon lange eine tragende Säule des Vereins geworden. Wenig verwunderlich, wenn man bedenkt, dass auch schon sein Vater Heinz Homölle fast seit Gründung den TC Rot-Weiß in verschiedenen Posten und seit 1977 als Präsident mit Leib und Seele unterstützt hat. Er prägte mitunter die Geschichte des Vereins – nicht umsonst wurde die Tennishalle nach ihm benannt.

Als dieser dann im Jahre 1984 unerwartet und viel zu früh stirbt, tritt Rolf Homölle in den Vorstand ein und somit in die Fußstapfen seines Vaters. 1995 wird er neben Georg Aman zum zweiten Vorstand gewählt, 2003 schließlich zum Präsidenten.

Seit zwölf Jahren repräsentiert er nun schon den Gersthofer Tennisklub nach außen, verhandelt Jahr für Jahr mit verschiedenen Instanzen und sorgt zusammen mit seinem kompetenten Vorstandsteam für ein reibungsloses und harmonisches Vereinsleben. Das ist und war ihm schon immer wichtig – auch die Integration des Vereins in das Gersthofer Stadtleben. So werden die Sportlerehrungen zusammen mit dem TSV Gersthofen beim Neujahrsempfang durchgeführt, und auch bei der Kulturina ist der Tennisklub jedes Jahr mit einem Stand vertreten.

„Und wenn nach Ende meiner Amtszeit alle sagen, dass es auch der junge Homölle gut gemacht hat, dann bin ich schon zufrieden“, betont der leidenschaftliche Tennisspieler lächelnd. Denn in die Fußstapfen seines Vaters zu treten war nicht immer leicht und die Erwartungen an ihn immens hoch. Desto mehr freut er sich jetzt rückblickend, dass er diese Erwartungen und sein persönliches Ziel, etwas zu bewegen, erfüllt hat.

Die Entscheidung, als erster Vorstand zurückzutreten, fiel ihm nicht leicht. Schon vor drei Jahren hatte er diesen Entschluss gefasst und suchte seitdem nach einem Nachfolger. Dass dies seine Schwierigkeiten mit sich bringen würde, stellte sich schnell heraus: „Denn dem zeitlichen Aufwand und der großen Verantwortung für einen der größten Vereine in Gersthofen mit rund 400 Mitgliedern kann und will sich nahezu keiner stellen, der voll berufstätig ist“, so Rolf Homölle weiter. Und genau das ist auch der Grund für seinen Rücktritt. Noch dieses Jahr wird er sich beruflich erweitern, mit seinem ältesten Sohn fusionieren und mit der Firma in das Stadthaus Gersthofen umziehen. Dieses Vorhaben fordert seine ganze Aufmerksamkeit und lässt wenig Raum für ehrenamtliche Tätigkeiten.

Bei Fragen und Problemen werde er aber selbstverständlich auch in Zukunft für seinen Nachfolger und dessen Team jederzeit zur Verfügung stehen, verspricht Homölle. Und wer weiß, vielleicht führt ja einer seiner Söhne die Vorstandstradition Homölle beim TC Rot-Weiß irgendwann einmal weiter.

des TC Rot-Weiß Gersthofen mit Neuwahlen am heutigen Donnerstag, 19. März, ab 19.30 Uhr im Klubheim.

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