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Neusäß

08.04.2014

Schüler dürfen Filmjury sein

Beim Kinderfilmfest im Augsburger Thalia-Kino ist die Klasse 7 d des Neusässer Justus-von-Liebig-Gymnasiums in der Jury. Hier sprechen die Schüler nach der Vorführung über den Film.
Bild: Andreas Lode

Kinderfilmfest Neusässer Gymnasiasten haben eine wichtige Stimme beim Festival in Augsburg

Neusäß Unterricht im Kinosaal – für die meisten Schüler ist das nur ein Traum, doch für die 7. Klasse des Justus-von-Liebig-Gymnasiums in Neusäß Realität. Sie dürfen eine Woche lang ins Kino gehen, um die verschiedenen Filme des Kinderfilmfestes zu bewerten, das seit Donnerstag in Augsburg läuft. Die Neusässer Klasse bildet diesmal die Kinderjury unter der Leitung ihrer Lehrer Sandra Bulla und Winfried Weiser. „Die Kinder sind alle sehr motiviert, sie wären sogar bereit gewesen auch am Sonntag ins Kino zu gehen!“, erzählt Bulla.

Zur Auswahl beim Filmfest stehen zehn Filme. Die Hälfte ist noch nicht auf Deutsch synchronisiert, weil sie noch keinen Kinostart in Deutschland hatten. „Der letzte Film den wir angeschaut haben, war hauptsächlich auf Türkisch“, erklärt Weiser. Es gibt dann jedoch einen Sprecher im Kino, der übersetzt.

Das ist auch einer der Gründe, wieso das Kinderfilmfest so wichtig für die teilnehmenden Filme ist. Der Gewinner bekommt oft einen Kinostart in Deutschland ermöglicht und wird übersetzt.

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Neben der Kinderjury gibt es außerdem die Erwachsenenjury. Diese setzt sich aus Eltern und Lehrern zusammen. Die beiden Jurys müssen sich innerhalb ihrer Gruppen auf einen Sieger einigen. Am Ende bekommen dann die beiden Sieger eine beschriftete Filmklappe überreicht. Die beiden Jurys werden auseinandergehalten, da die Betrachtungsweisen so unterschiedlich sind, erklärt Angela Nüsseler, Leiterin der Elternjury. „Die Schüler sind mehr drin im Film und erleben ihn oft intensiver, die Eltern können aber aus ihrer Filmerfahrung schöpfen und dadurch den Film von einer anderen Seite beleuchten“.

Beide Jurys bewerten in Gruppen die Filme nach Kriterien wie Kameraeinstellungen, Licht, Filmmusik und Schauspieler. Die Schulkinder hatten zu Beginn des Filmfests einen Workshop über die verschiedenen Aspekte der Filmbewertung. „Wichtig ist, wie glaubwürdig die Darsteller sind“, erzählt Schülerin Jasmin Scherer. Dominik Wittek beschäftigt sich mit der Kameraeinstellung. „Wir achten auf nahe oder ferne Aufnahmen. Je nachdem, wie die Kamera eingestellt ist, drückt sie die Stimmung besser aus.“ Der Gesamteindruck dürfe aber auch nicht zu kurz kommen, sagt Angela Nüsseler. „Manche Filme gefallen einem sehr gut, man kann aber nicht immer genau sagen, an welchen Einzelaspekten das liegt“.

Die Filme werden von der Leiterin des Kinderfilmfests, Ellen Gratza, ausgewählt. Sie bereist Kinderfilmfeste auf der ganzen Welt und lässt sich inspirieren.

Bei der Filmfesteröffnung am vergangenen Donnerstag war sogar der Hauptdarsteller „Felix“ des gleichnamigen Films zu Gast. Er ist mitsamt Familie und der Regisseurin Roberta Durrant aus Südafrika angereist.

Das Kinderfilmfest geht noch bis Sonntag, 13. April, im Augsburger Kinodreieck, Mephisto, Thalia und Savoy.

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