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Neusäß

11.04.2015

Schule ist nicht nur ein Ort zum Lernen

In der Pausenhalle der Mittelschule soll in Zukunft die Mensa entstehen. Der Ganztageszug der Schule wird hier regelmäßig essen.
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In der Pausenhalle der Mittelschule soll in Zukunft die Mensa entstehen. Der Ganztageszug der Schule wird hier regelmäßig essen.

 Wie die Eichenwaldschule rundum erneuert werden soll

Neusäß Wenn die Schüler nicht da sind, haben es die Arbeiter leicht: In den Osterferien sind die Vorarbeiten für die große Sanierung der Eichenwaldschule in Neusäß voll angelaufen. Auf einem Teil der Grünfläche sind bereits mehrere Container aufgebaut, in denen in ein paar Wochen vier Klassenzimmer zur Verfügung stehen. Die neunten Klassen werden hier einziehen, wenn nach den Pfingstferien die Arbeiten richtig starten. Auch zwei Computerräume werden in dem Ausweichquartier untergebracht. Auch in der Aula der Grundschule wird ein provisorisches Klassenzimmer für die zwei Jahre des Umbaus entstehen.

Jahrelang hat das Bauamt in Neusäß den Umbau bereits vorbereitet und schließlich mit der neuen Schulleiterin Jutta Gasteiger noch einmal umgeplant, um die Schule fit für die pädagogischen Erfordernisse der Zukunft zu machen. „Schule ist heute nicht mehr nur ein Lernort, sondern auch ein Aufenthaltsort“, sagt Bürgermeister Richard Greiner. Deshalb wird unter anderem ein großer Speisesaal im Bereich der Mittelschule entstehen. Bereits jetzt verfügt die Schule über drei Gruppen in der Mittagsbetreuung und zwei Hortgruppen für die Grundschüler und einen Ganztageszug in der Mittelschule. Das soll auch so bleiben – falls die Vorgaben des Kultusministeriums sich nicht ändern, erläutert Konrektorin Karin Klos. Erst vor wenigen Tagen hat die Staatsregierung mit dem Gemeindetag vereinbart, bis zum Jahr 2018 eine Betreuung in der offenen Ganztagsschule auch für den Grundschulbereich umzusetzen. Sollten für diese neuen Herausforderungen einmal zusätzlicher Raum notwendig sein, biete das Gelände der Schule genügend Platz für Anbauten, versichert Herbert Zimmermann aus dem Hochbauamt der Stadt. Möglich sei, die ehemalige Hausmeisterwohnung in diesem Fall durch einen Neubau zu ersetzen oder im Norden an die Mittelschule einen weiteren Baukörper anzusetzen. Rund zehn Millionen Euro sind für den Umbau eingeplant. In zwei Bauabschnitten wird zunächst die Mittelschule energetisch saniert und dann die Grundschule. Dämmung und neue Fenster gehören dazu, erläutert Zimmermann.

Zudem soll die Schule, deren erster Bauabschnitt aus dem Jahr 1967 stammt, auch einen höheren Nutzwert bekommen. So wird beispielsweise die Eingangstür in der Aula der Grundschule versetzt, um den Raum besser für Schulveranstaltungen nutzen zu können. Im Grundschulbereich werden die Garderoben verkleinert, sodass die Klassenzimmer zusätzlich Gruppenräume bekommen. Der kann beispielsweise für die Förderung von kleinen Schülergruppen genutzt werden.

Da die Gruppenräume mit dem jeweiligen Klassenzimmer verbunden sind, hat die Lehrkraft stets alle Kinder im Blick. In der Mittelschule sind Klassenzimmer und Gruppenräume unterschiedlichen Zuschnitts geplant, je nach Bedarf der einzelnen Klassen. Aber: Ganz frei sei man in den Planungen nicht gewesen, erklärt Herbert Zimmermann. „Das tragende Betongerüst des Gebäudes gibt da gewisse Grenzen vor.“ Seit diesem Schuljahr firmiert die Eichenwaldschule als Inklusionsschule. Durch einen zentralen Aufzug werden beide Gebäudeteile barrierefrei zugänglich sein.

Die Jahre 2015 und 2016 sind für den Umbau der Gebäude eingeplant, im dritten Jahr sind dann die Außenanlagen dran, so Bürgermeister Richard Greiner. Der Pausenhof soll schöner werden, genauso wie die Böschungen vor den Klassenzimmern im Untergeschoss. Sie werden in Terrassen angelegt, die besser zu pflegen sind, nennt er zwei Beispiele. Nicht allein energetisch soll die Schule durch die Sanierung aufgewertet werden. Bürgermeister und Stadtrat streben auch eine Aufwertung des Mittelschulstandorts an, etwa durch die Ansiedlung einer Praxisklasse für Schüler, die in diesem Bereich besondere Fähigkeiten haben.

Gleichzeitig soll die Zusammenarbeit im Mittelschulverbund mit Gersthofen und Langweid gestärkt werden. So möchte Greiner in der Schulverbundsversammlung anbieten, während der jeweiligen Sanierungs- oder Neubauzeiten, wie sie in Gersthofen anstehen, Klassen der jeweils anderen Schule aufzunehmen."Kommentar

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