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Landkreis Augsburg

14.12.2020

Schulen im Kreis Augsburg machen zu: Jetzt lernen alle zu Hause

Leere Klassenzimmer gibt es ab Mittwoch wieder. Dann wird auf Distanzunterricht umgestellt. Die Regelung gilt bis mindestens zum 10. Janaur 2021.
Bild: Marcus Merk (Symbolbild)

Plus Ab Mittwoch findet im Kreis Augsburg wieder Unterricht zu Hause statt. Warum Schulen dennoch teilweise geöffnet bleiben und was für Kindertagesstätten gilt.

Nun trifft es auch alle Klassen der Grund- und Mittelschulen, genauso wie alle anderen: Ab Mittwoch findet Unterricht zu Hause statt. Bislang galt das in der Zuständigkeit von Schulamtsleiter Thomas Adleff allein für die achten Klassen der Mittelschule. Doch der sanfte Lockdown reicht nun nicht mehr aus. Jetzt bleiben alle Klassen zu Hause. "Die Schulen werden versuchen, den Kindern den üblichen Rhythmus vorzugeben mit einer Begrüßung am Morgen, Aufgaben und entsprechender Korrektur", beschreibt der Schulamtsleiter, was sich die Grund- und Mittelschulen vorgenommen haben.

Doch auch wenn die Klassenverbände zu Hause sind: Ganz geschlossen werden die Schulen nicht ab Mittwoch. Denn zugesichert hat Kultusminister Michael Piazolo auf einer Pressekonferenz am Montagmittag eine Notbetreuung für Kinder bis zur sechsten Klasse. "Das kennen wir schon aus der Zeit zwischen Ostern und Pfingsten", so Thomas Adleff. Er hofft jedoch, dass tatsächlich nur wenige Kinder betreut werden müssen und stattdessen den Eltern die Möglichkeit geboten werde, Urlaub zu nehmen. Eventuell sollten Kräfte aus der Ganztagsbetreuung im Notfall die Betreuung der Kinder vor Ort übernehmen, damit sich die Lehrkräfte auf die Gestaltung des Unterrichts konzentrieren könnten. Egal, ob die Lehrer diesen vom Klassenzimmer oder von zu Hause aus gestalteten.

Nur eine Anmeldung für die Notbetreuung in Diedorf

Mit nur wenigen Kindern in der Notbetreuung rechnet der Leiter des Schmuttertal-Gymnasiums in Diedorf, Günter Manhardt. Schon seitdem feststeht, dass die Weihnachtsferien bereits am Montag, 21. Dezember, beginnen, konnten Eltern ihre Kinder für diesen und den folgenden Tag anmelden. "Und das war bei uns nur ein einziges Kind", so der Schulleiter. Er hofft, dass das so bleibt. "Es geht ja um Kontaktreduktion", und da sei es eben am besten und einfachsten, man bleibe einfach zu Hause. Gut vorbereitet sieht sich die Schule auf den Distanzunterricht an den Tagen bis zum kommenden Freitag. Bereits seit einigen Tagen wird er so in den Klassenstufen acht bis elf praktiziert und Klagen von Eltern habe es nicht gegeben.

Gut vorbereitet auf die kommenden Tage sieht sich auch die Realschule Neusäß. "Wir planen Distanzunterricht gemäß des Stundenplans", sagt Realschulkonrektor Andreas Thomik. Der sei auch dann nicht gefährdet, wenn Kinder aus den unteren Klassen in der Schule betreut werden sollten. "Da können ja dann etwa die Sportlehrer einspringen", so eine Idee in der Schule. Das Kultusministerium möchte, dass der Distanzunterricht vor allem für die Abschlussklassen bis zum Freitag fortgesetzt wird, aber auch in den anderen Klassenstufen sollen die Lehrkräfte für Fragen ansprechbar sein. Trotz der ernsten Pandemielage wollte das Kultusministerium den Eltern und Schulen zwei Tage Zeit geben, um sich auf die neue Situation einstellen zu können. Dennoch recht wenig, findet die Leiterin der Mittelschule Gersthofen, Sigrid Puschner. "Wir müssen doch die Eltern benachrichtigen", sagte sie am Montagmorgen.

Schulleiter können Eltern erst am Nachmittag informieren

Doch klar war zu diesem Zeitpunkt noch kaum etwas. Bis zum Nachmittag musste sie auf die klaren Anweisungen aus dem Kultusministerium warten. Im Grunde sei die Schule aber gut auf den Distanzunterricht vorbereitet, der in den vergangenen Tagen schon in den achten Klassen praktiziert worden war. Übrigens: Auch wenn die Weihnachtsferien für die Schüler nun bereits am kommenden Montag beginnen, für die Lehrkräfte gilt das nicht. Für sie ist Anfang nächster Woche an zwei Tagen noch Fortbildung angesetzt, betont Thomas Adleff.

Nicht nur die Schulen, auch die Kinderkrippen und Kindergärten werden am Mittwoch für den Regelbetrieb geschlossen. "Seien Sie verständnisvoll und nehmen Sie Rücksicht aufeinander", bat die aus Stadtbergen stammende bayerische Familienministerin Carolina Trautner auf der Pressekonferenz am Montag. Auch für diese Einrichtungen gilt: Eltern, die keine andere Möglichkeit haben, können ihre kleinen Kinder in eine Notbetreuung bringen. Wie die genau aussieht, regelt jeder Träger selbst, so die Information aus dem Landratsamt vom Montag.

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