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Digitalisierung

14.12.2018

Schulen in Adelsried und Emersacker sollen digitaler werden

Im Holzwinkel werden die Schulen digital, konkret wird es jetzt in Emersacker und Adelsried.
Bild: Ulrich Wagner (Symbolbild)

Der Freistaat nimmt viel Geld für Tablets und Computerprogramme in die Hand. Aber wo kommt das an? In Adelsried und Bonstetten werden die Pläne nun konkret.

Erfreuliche Nachrichten für die Schulen in Emersacker und Adelsried. Es gibt Geld vom Freistaat für die Digitalisierung der Klassenzimmer. Das soll zum Beispiel für neue Tablets genutzt werden.

Die Schule in Emersacker bekommt vom Freistaat 8000 Euro. Das wurde bei einer Sitzung des Schulverbands in Emersacker beschlossen. Für die nächsten beiden Jahre seien weitere Förderungen möglich, erklärt Schulverbandsvorsitzender Michael Müller (Emersacker). Der Zuschuss soll schwerpunktmäßig für die Ausstattung eines 5. Klassenzimmers genutzt werden.

In der Grundschule gibt es seit einigen Jahren eine Dokumentenkamera, Schülerlaptops und einen interaktiven Beamer. Sowohl für diese Investitionen als auch für die Betreuung hat der Schulverband Emersacker bisher über 100.000 Euro selbst gezahlt, weil der Freistaat hier keine Verantwortung übernimmt. Auch für die vom Kultusministerium zur Verfügung gestellten, aber nicht gut funktionierenden Computerprogramme für die Schulverwaltung ist immer wieder externe Unterstützung nötig, die vom Schulverband gezahlt werden muss.

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Adelsrieder Schulkinder bekommen Technik

Am Nikolaustag fand die Sitzung des Schulverbands Adelsried-Bonstetten statt. Seit Längerem komme die Adelsrieder Schulkinderbetreuung räumlich an ihre Grenzen, erklärt Adelsrieder Bürgermeisterin Erna Stegherr-Haußmann (SPD). Die Gemeinde prüfe deshalb eine Schulhauserweiterung, zu der bereits Pläne des Architekten vorliegen. Eine Lösung würde eine Grenzbebauung an der Kreisstraße A5 vorsehen, weshalb bereits Gespräche über mögliche Abstandsflächen mit dem Kreis und den Nachbarn geführt würden. Dies sei aber nur eine Idee, und es würden noch Alternativen erarbeitet. Kurzfristig habe man in der Adelsrieder Schule nun eine Behelfslösung gefunden und noch mal einen Raum frei gemacht.

Gute Nachrichten kamen derweil vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. Im Rahmen des „DigitalPakts Schule“ erhielt der Schulverband eine Förderzusage in Höhe von 30.000 Euro. Hierfür sollen rund 60 Endgeräte für die Kinder angeschafft werden, die sowohl als Notebook als auch als Tablett genutzt werden können. Eine Ausschreibung soll gemeinsam mit den Gemeinden Emmersacker, Altenmünster und Welden erfolgen. Weiterhin möchte Bürgermeisterin Stegherr-Haußmann einen Antrag für einen Glasfaseranschluss an das Schulgebäude stellen.

Daneben ging es in Adelsried auch um bauliche Maßnahmen an der Schule. Im Haushalt des Schulverbandes für das kommende Jahr wurde der Austausch von Dachflächenfenster im Adelsrieder Gebäude sowie das Architektenhonorar für die Schulhauserweiterung vorgesehen. Die Umlage in den Verbandshaushalt richtet sich jedes Jahr nach den Schülerzahlen. Adelsried ist mit einer Umlage in Höhe von 212.000 Euro beteiligt. Die zusätzliche Investitionsumlage beträgt 35.000 Euro. Gesamt lernen aktuell 143 Schüler in der Schule.

Schulgebäude in Emersacker soll renoviert werden

Auch in Emersacker soll einiges erneuert werden. Die Rechnungsprüfung hat ergeben, dass der Gebäude- und Brandschutz an die aktuellen Gegebenheiten angepasst werden muss.

Für den Haushalt des kommenden Schuljahres sollen 2000 Euro für eine neue Küche im Lehrerzimmer, für Erweiterung der IT-Ausstattung und deren Betreuung sowie 20.000 Euro für Unterhaltskosten wie Malerarbeiten eingeplant werden. Der Haushaltsentwurf wird dann bei der nächsten Sitzung vorgestellt. Ein Test zur Abdichtung des undichten Glasdaches in der Aula war zwar erfolgreich. Bisher wurde allerdings die vollständige Abdichtung von der beauftragten Firma nicht durchgeführt. Über die Wintermonate sind die Arbeiten am Glasedach wegen der niedrigen Temperaturen vermutlich nicht möglich. Der Firma soll eine Frist bis zum 30. Juni zur Erledigung des Auftrags gesetzt werden.

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