Newsticker

Rekord bei Corona-Zahlen: 14.714 Neuinfektionen in Deutschland
  1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg Land)
  3. Schweineleber und Smartphone

Landwirtschaft

11.02.2015

Schweineleber und Smartphone

Worüber der Nachwuchs in den Agrarberufen heutzutage Bescheid wissen muss

„Ordnen Sie den Verdauungsorganen von Rind und Schwein die entsprechenden Begriffe zu“ oder „Nennen Sie vier Anforderungen, die Z-Saatgut erfüllen muss“ oder „Welche Folgen hat der Einsatz erneuerbarer Energien?“ – das alles sind Fragen, mit denen sich am gestrigen Dienstag 61 Schülerinnen und Schüler des Agrarzweigs der Berufsschule Neusäß im Rahmen des Berufswettbewerbs der Deutschen Landjugend auseinanderzusetzen hatten.

Jener fand aktuell zum 32. Mal statt. Dieses Jahr stand er unter dem Motto „Grüne Berufe sind voller Leben – Nachwuchs bringt frischen Wind“. Alle zwei Jahre wird dieser Wettbewerb als eines der größten Fort- und Weiterbildungsprojekte für Agrarberufe durchgeführt, und zwar für alle, die sich momentan in einer Berufsausbildung in den sogenannten Grünen Berufen befinden.

Abgefragt werden in einem Theorieteil zunächst Allgemeinwissen wie auch Fachwissen. Jenes wird im Anschluss dann von insgesamt 22 ehrenamtlichen Prüfern kontrolliert. „Meist sind das frische Absolventen der Meisterschule, auf jeden Fall Menschen aus der Praxis“, erläutert Joachim Scheithauer, Lehrer und Fachbetreuer für Agrarwirtschaft an der Schule, die von jungen Menschen aus der ganzen Region Augsburg besucht wird.

Der theoretischen Prüfung folgen zwei Praxisteile. Diesmal heißt es, in 30 Minuten einen Holzwürfel nach genauer Vorgabe zu bearbeiten. Es wird gebohrt, gemessen und geschliffen. „Letztes Mal musste ein Metallteil bearbeitet werden“, erinnert sich Scheithauer. An der anderen Praxisstation sind Sämereien und Futtermittel zu bestimmen.

Auf den Praxisteil folgt eine etwa zehnminütige Präsentation, entweder zum Thema „Der Nutzen des Smartphones für die Landwirtschaft“ oder aber „Vor- und Nachteile, am Ausbildungsbetrieb zu wohnen“.

Prüfling Maximilian Plappert aus Gundelfingen hat sich für Ersteres entschieden und erklärt, wie man beispielsweise Apps zu den Themen Wetter oder Unkraut für die Tagesarbeit am Hof nutzen kann. „Ist gut gelaufen“, freut er sich nach seiner mündlichen Präsentation. Immerhin ist das Durchlaufen dieses Berufswettbewerbs Voraussetzung für die Zulassung zur Abschlussprüfung.

Und es winken sogar noch etliche Preise: für den Besten ein 100-Euro-Gutschein eines Bauhauses, ansonsten viele Sachspenden (Bücher, Tagesskipass, T-Shirts, Taschenlampen) von spendenfreudigen regionalen Unternehmen. Die drei Besten des Wettbewerbs stellen sich dann dem nächsten Entscheid auf Bezirksebene.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren