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Neusäss

19.05.2015

Seit 50 Jahren eine Heimat für die kleinen Täfertinger

Beim Fest zum 50-jährigen Bestehen der Täfertinger Schule durften die Kinder der Klasse 1a die Kerzen auf dem Geburtstagskuchen ausblasen.

Bei einem Festakt wurde gezeigt, wie die Schule in 50 Jahren aussehen könnte und wie sie aussah, als sie gegründet wurde

Der TSV 1860 München ist Deutscher Meister, das Schulgebäude für die Grundschule Täfertingen soeben fertiggestellt – denn wir schreiben das Jahr 1965. Mit diesem launigen Rückblick empfing Rektorin Renate Wipfler in einem frisch renovierten Schulgebäude zahlreiche Gäste, um mit ihnen das 50-jährige Bestehen der Grundschule zu feiern.

Die Kinder aller vier Klassen wirkten eifrig mit. Wie Schulunterricht in 50 Jahren aussehen könnte, hatten sich die Erstklässler überlegt und wohl auch viele geheime Wünsche formuliert: In jedem Klassen-zimmer gibt es einen Fernseher oder auch einen Ponyhof, die Tafel ist aus Schokolade, aus Treppen werden Rutschen und die Hausaufgaben macht die Lehrerin. Während die zweite Klasse die Geschichte eines Buchstabenbaums erzählte, dessen Buchstaben vom Wind hinweggefegt werden, trugen die Kinder der 3a dann bekannte heitere Verse aus alten Poesiealben über Freundschaft, Liebe und Abschied wie „Wenn die Flüsse aufwärts fließen und die Hasen Jäger schießen“ oder „In allen vier Ecken soll Liebe drin stecken“ vor.

Die Viertklässler intonierten flott und temperamentvoll das Geburtstagslied der Schule „Du stehst auf einem Berge seit 50 Jahren schon“. In Zusammenarbeit mit der Musikschule Neusäß bot eine Gruppe junger Gitarristen außerdem abwechslungsreiche Instrumentalstücke dar. Bundestagsabgeordneter Hansjörg Durz, der 1978 selbst in der Täfertinger Grundschule eingeschult wurde, brachte neben seinen Glückwünschen zum Jubiläum auch seinen alten grün-orangen Ranzen mit Biene-Maja-Motiv mit. Er berichtete von Sportstunden im Turnraum, weil es die Turnhalle noch gar nicht gab, und von Fächern wie „Schrift“, die es heute nicht mehr gibt. Trotz aller Änderungen sei die Zeit doch noch die alte, denn noch immer könnten die Schulkinder – wie er damals auch – Störche am Klassenfenster vorbeifliegen sehen, noch immer werde in der Pause gebolzt, so wie er das auch noch in bester Erinnerung habe, noch immer gäbe es Maibaumfeiern, die sich großer Beliebtheit erfreuten und Menschen verbinden.

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Schulgewand mit Schürze

Wipflers persönlicher Blick zurück gab Einblick in eine Zeit, in der noch ein Schulgewand mit Schürze getragen wurde, das nach dem Unterricht sofort auszuziehen war, um es zu schonen. Bürgermeister Richard Greiner fasste 50 Jahre Schulentwicklung in Täfertingen von den Anfängen bis zu den heutigen modernen iPad-Klassen, die mit interaktiven Whiteboards arbeiten, zusammen.

Schulamtsdirektor Johannes Wirsing ließ die sechs bisherigen Rektorinnen und Rektoren der Schule in Anekdoten Revue passieren. Als Schlusspunkt des Festakts tanzten alle Schüler gemeinsam ihren am 1. Mai wegen Regens ausgefallenen Maitanz.

Anschließend zeigten die Schüler Interessierten in ihren Klassenzimmern zum Nach- und Mitmachen noch Aktivitäten aus Schulzeiten vor 50 Jahren, zum Beispiel das Arbeiten mit einer Strickliesel, Faden-Fingerspiele oder Schreiben in altdeutscher Schrift.

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