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Oberschönenfeld

01.09.2020

Seit 60 Jahren im Kloster: Die Abtei Oberschönenfeld feiert drei Schwestern

Drei Schwestern in der Zisterzienserinnenabtei Oberschönenfeld feierten das Diamantene Jubiläum ihres Gelübdes (von links): Pater Thomas Schuster, Schwester Beata, Schwester Paula, Äbtissin Gertrud Pesch, Pater Theobald und Schwester Petra.
Foto: Rudolf Baier

Plus Die Nonnen legten vor 60 Jahren ihr Gelübde ab und dienen seitdem dem Herrn. Wie ihre vielfältigen Aufgaben nun gewürdigt wurden.

Drei Schwestern der Zisterzienserinnenabtei Oberschönenfeld durften jetzt ein ganz besonderes Jubiläum feiern. Vor 60 Jahren legten sie in die Hände der damaligen Äbtissin M.Caritas Schmidberger ihre Gelübde ab. Seit dieser Zeit beten, arbeiten und leben die Schwestern M. Beata, M. Petra und M. Paula in der Kommunität.

Dieses diamantene Jubiläum wurde aufgrund der jetzigen Corona- Situation nur im Kreis der klösterlichen Familie ohne Festgäste gefeiert. Im Mittelpunkt des Tages stand eine festliche heilige Messe im Chorraum der Schwestern. Pater Thomas Schuster stand ihr als Hauptzelebrant und Festprediger vor, der Spiritual der Abtei Pater Theobald, feierte in Konzelebration mit.

Die Sanierung des Klosters war eine große Herausforderung

Als die Jubilarinnen sich in jungen Lebensjahren berufen fühlten, in diese Ordensgemeinschaft einzutreten, war das Arbeitsleben in der Abtei noch stark von der Landwirtschaft geprägt.

Schwester M. Beata half bei allen Arbeiten in Haus und Feld und packte mit an, wo man sie brauchte. Bis zu dem großen Bauvorhaben, der Renovierung, spielte sie auch fleißig die Orgel. Mit dem Amt der Cellerarin kam mehr Verantwortung auf sie zu und somit veränderten sich die Prioritäten. Die Sanierung des Klosters sowie der Ökonomiegebäude war eine große Herausforderung, in der sie Äbtissin M. Caritas und noch einige Jahre Äbtissin M. Ancilla tatkräftig unterstützte. Seit nunmehr 30 Jahren versieht sie, mit Schwester M. Petra, den Dienst in Kirche und Sakristei, immer darauf bedacht, den Betern und Besuchern ein schmuckvolles Haus Gottes zu präsentieren.

Schwester M. Petra hat sich als junge Schwester ebenfalls in der Feldarbeit einbringen müssen. Jedoch entdeckte man sehr bald ihr künstlerisches Talent.

Die Abtei Oberschönenfeld im Landkreis Augsburg mit dem Volkskundemuseum, Biergarten und Spielplatz ist ein beliebtes Wanderziel.
Foto: Ulrich Wagner (Archiv)

Sie fand ihren Platz in der Stickerei und konnte dort ihre Gaben vielfach entfalten: im Entwerfen und Zeichnen von Ornamenten, in der Ausführung von verschiedensten Sticktechniken, dem Entwerfen von Messgewändern, Stolen sowie Filigranarbeiten und vieles mehr. Die alljährliche Gestaltung der großen Weihnachtskrippe in der Abteikirche fließt aus ihrer Hand. „Noch eine besondere Gabe besitzt sie, aus nichts etwas zu gestalten! Sie entdeckt einfach in allem etwas Schönes – nämlich die Schönheit Gottes!“, betont Äbtissin M. Gertrud Pesch.

Schwester M. Paula liebt das Leben in der Stille und im Verborgenen

Schwester M. Paula liebt auch das Leben in der Stille und im Verborgenen. Ihre vielen Talente und Fähigkeiten konnte sie bereichernd an verschiedenen Arbeitsplätzen im Kloster einbringen: in der Stickerei, im damaligen Altenheim als Altenpflegerin, in der Klosterküche, ebenso einige Jahre als Gastschwester im Gästehaus und an der Pforte. Ihre Freundlichkeit wurde von allen Besuchern immer sehr geschätzt. „Eine besondere Liebe hegt sie zu den wertvollen klösterlichen Handarbeiten vielfältiger Art, an denen sich die Gäste der Abtei in wunderschön gestalteten Vitrinen erfreuen können“, so die Äbtissin weiter.

Viele Jahre leitete sie den Kantorinnendienst. Die Musik und die Heilige Schrift nehmen bei ihr einen hohen Stellenwert ein. „Alle drei Schwestern arrangieren sich zu einer Einheit mit dem Ziel, dem Herrn in Freude und Dankbarkeit zu dienen“, so Gertrud Pesch. (AZ)

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