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Wirtschaft

20.02.2018

Seit Generationen in Familienhand

Landrat Sailer besucht Familienbetriebe in Westendorf und Meitingen

Landrat Martin Sailer hat gemeinsam mit den örtlichen Bürgermeistern Steffen Richter aus Westendorf und Michael Higl aus Meitingen zwei renommierte Familienbetriebe im Norden des Augsburger Landes besucht. Als klassisches Familienunternehmen ist die Bucher GmbH in Westendorf zu bezeichnen. Denn die Firmengründung erfolgte bereits im Jahr 1929 durch den Großvater des heutigen Firmenchefs Klaus Bucher, damals noch als Schmiede in Ostendorf, die aber seit 1997 ihren Firmensitz in Westendorf hat. Neben Edelstahlkaminen werden auch Edelstahlbelüftungsbauteile angefertigt. Fast alle Arbeitsschritte werden direkt vor Ort vorgenommen, bis auf das Rohmaterial, den gewalzten Edelstahl, der bezogen wird. Die Bucher GmbH beschäftigt zehn Mitarbeiter und eröffnete im Jahr 2006 ein Kaminofenstudio, wo auch Wohnaccessoires erworben werden können.

Ein großes Anliegen ist dem Unternehmen die Nachhaltigkeit und die Schonung der Umwelt. So produziert die eigene Photovoltaikanlage 40 Prozent des Strombedarfs. Außerdem hat die Firma Bucher eine Regenwasserzisterne und ein Gas-Blockheizkraftwerk. „Unsere Stärken liegen ganz klar in der kurzfristigen und flexiblen Umsetzung der Kundenaufträge und den kurzen Lieferzeiten“, so Geschäftsführer Klaus Bucher.

Die anschließende Betriebsführung stieß bei Bürgermeister Steffen Richter, der auch einen Schulpraktikanten mitgebracht hatte, und dem Landkreischef auf besonderes Interesse. „Es fasziniert mich immer wieder, wie traditionelles Handwerk mit modernen Mitteln weitergeführt und innovativ ausgebaut werden kann“, meinte der Landrat beeindruckt. Zur Erinnerung an seinen Firmenbesuch bekam Sailer ein aus Edelstahl gelasertes Landkreiswappen geschenkt.

Ein weiteres Besuchsziel an diesem Vormittag war die Firma Sanitär- und Heizungstechnik Ludwig Streit in Meitingen. Auch dieses mittelständische Familienunternehmen wird bereits in dritter Generation weitergeführt. 14 Monteure und fünf Bürokräfte beschäftigt die Sanitär- und Heizungstechnik GmbH, deren Tätigkeitsfeld sich von Sanierungen bis hin zum Neubau erstreckt. Der Kundenkreis umfasst Kommunen, Privatkunden und Gewerbebetriebe. Die Umsatzentwicklung der Firma Streit ist seit Jahren konstant, und im nächsten Jahr sollen wieder Lehrlinge ausgebildet und der Bereich Kundendienst noch weiter ausgebaut werden.

Landrat Sailer und Bürgermeister Higl führten mit Ludwig Streit sen. und seinen beiden Söhnen eine angeregte Unterhaltung über das Handwerk und den stetigen Wandel des Berufsbilds. Geschäftsführer Ludwig Streit jun. stellte dabei fest: „In der Heizungs- und Sanitärbran-che haben sich das Berufsprofil und die Tätigkeiten ständig gewandelt. Wir haben neuerdings sehr viele Aufträge für Sanierungen im Hinblick auf Barrierefreiheit von Bädern zu verbuchen.“ Für diese Maßnahmen gibt es oft auch die Möglichkeit der staatlichen Förderung. Informationen, und die Beratung dazu erhalten auch Privatleute im Landratsamt. (AL)

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