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Stellungnahme

12.10.2019

Seniorenzentrum: Sozialstation erklärt sich

Aufsichtsrat sagt, warum er in Thierhaupten kein Kooperationspartner ist

Seit zwei Jahren wurde am Projekt „Seniorenzentrum“ in Thierhaupten gearbeitet. Ende September wurde schließlich bekannt, dass die Sozialstation Meitingen als Kooperationspartner aussteigt. Für viele Bürger in Thierhaupten war diese Entscheidung nicht nachvollziehbar. Die Sozialstation äußerte sich zunächst nur sehr vage dazu und sprach lediglich von „grundsätzlichen Überlegungen gegen eine Kapitalinvestition.“

Nun nimmt Pfarrer Stefan Pickert von der evangelisch-lutherischen Johannesgemeinde in Meitingen im Namen des Aufsichtsrates der Ökumenischen Sozialstation ausgiebiger Stellung dazu.

Er erklärte, das sich die Sozialstation Meitingen zwar nicht als Mitgesellschafter beteiligen wolle, aber sich stattdessen eine Betriebsträgerschaft dieser Einrichtung vorstellen könnte. Dieses Angebot habe man bereits dem Thierhauptener Bürgermeister Toni Brugger unterbreitet. Pickert teilt auch mit, dass der Aufsichtsrat 2017 erstmals über die Pläne für ein Seniorenzentrum in Thierhaupten unterrichtet worden sei. Der Aufsichtsrat habe damals eine Zusammenarbeit nicht ausgeschlossen.

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Allerdings hätten dem Gremium zu diesem Zeitpunkt noch keine genaueren Planungen vorgelegen und es sei keine konkrete Entscheidung zur Beteiligung an diesem Projekt gefällt worden. Pickert erklärt weiter: „Entgegen bisheriger Veröffentlichungen sind dem Aufsichtsrat erst im Juni 2019 in einer Machbarkeitsstudie Umfang und konkrete Kosten des Seniorenprojektes vorgestellt worden.“

Nach eingehender Beschäftigung mit den Entwürfen und dem Kostenrahmen habe sich der Aufsichtsrat mehrheitlich gegen eine Beteiligung als Gesellschafter ausgesprochen. Als Grund nennt Pickert das „wirtschaftliche Risiko einer Kapitalbeteiligung an einer GmbH“, das die Handlungs- und Investitionsfähigkeit der Sozialstation in Zukunft empfindlich einschränken könnte. (AL/elhö)

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