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05.06.2009

Sheridan-Areal: Stadtbergen wartet auf Augsburger Vorschläge

Stadtbergen (ska) - Wie können die Einwohner Stadtbergens vor der zusätzlichen Verkehrsbelastung durch das neue Wohn- und Gewerbegebiet effektiv geschützt werden? Diese Frage diskutierten jetzt erneut die Stadtberger Stadträte. Aktuelle Grundlage der Debatte war ein Antrag der Fraktion Pro Stadtbergen, einen unabhängigen Verkehrsplaner zu beauftragen, ein möglichst verträgliches Konzept zu entwickeln. Gleichzeitig sollen Verhandlungen mit der Stadt Augsburg aufgenommen werden, um die Erschließungspläne im Sinne der Stadtberger zu modifizieren. Im Blick hat Pro Stadtbergen insbesondere die Anrainer von Nestackerweg und Bismarckstraße. Fraktionschef Günther Oppel fürchtet, dass das Einkaufszentrum, welches im Nordwesten des Sheridan-Areals entstehen soll, zu einem Verkehrschaos führen wird. Oppel: "Da wird über unseren Kopf hinweg entschieden."

Letztlich waren es die Einlassungen von Baumamtsleiter Ulrich Lange, die dazu führten, dass die Stadträte sich auf eine gemeinsame Linie einigten. Lange betonte einmal, dass der Bebauungsplan für Sheridan rechtskräftig sei. "Leider konnten wir uns nicht mit der Forderung durchsetzen, den Grasigen Weg durch das Areal für den Autoverkehr zu öffnen - daran ist jedoch nichts mehr zu ändern." Allerdings gebe es in Augsburg Überlegungen mit dem Ziel, die Anbindung so zu gestalten, dass der Verkehr zielgerichtet von der B 17 in das Gewerbegebiet geleitet wird und umgekehrt.

Pläne für Rückbau des Nestackerweges

Konkret sei ein Rückbau des Nestackerwegs vorgesehen, den die Stadt Augsburg dann auch bezahlen werde. "Darüber gab es bereits im Dezember 2008 sehr konstruktive Gespräche mit dem Augsburger Stadtbaurat Gerd Merkle", erläuterte Lange. Sein Vorschlag: Es sollten erst die konkreten Vorschläge aus der Fuggerstadt abgewartet werden, bevor darüber entschieden wird, ob ein Verkehrsplaner mit einem Alternativkonzept beauftragt wird. Damit konnten auch die Stadträte von Pro Stadtbergen leben. Bürgermeister Dr. Ludwig Fink (SPD) strich heraus, dass es in der Vergangenheit fast immer möglich gewesen sei, vernünftige Lösungen mit den Verhandlungspartnern in Augsburg zu erzielen. Die CSU-Fraktion trägt den Lange-Vorschlag ebenfalls mit. Fraktionschef Michael Smischek stellte zudem einen Antrag vor, der ein Ein- und Ausfahrverbot für den Nestackerweg vorsieht. Beschlossen wurde jedoch zunächst einstimmig, das Verkehrskonzept aus Augsburg abzuwarten, um dann reagieren zu können. Unterdessen scheint bis dato völlig unklar zu sein, wann der Bau des Einkaufszentrums tatsächlich beginnt. Zunächst sollte es im Sommer 2008 losgehen. Seit Monaten zeugt lediglich eine Baugrube von den ehrgeizigen Plänen mit einer Verkaufsfläche von 3000 Quadratmetern.

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