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Neusäß

20.07.2020

Sicherer Schulweg: Wie eine Ampel in Neusäß helfen kann

Bisher führt nur ein Feldweg vom Schulzentrum ins Gewerbegebiet Nord in Neusäß. Die viel befahrene Entlastungsstraße zu überqueren, ist für Fußgänger nicht ungefährlich.
Bild: Angela David

Plus Für viele Schüler in Neusäß geht es zum Mittagessen über die viel befahrene Entlastungsstraße ins Gewerbegebiet - nicht ungefährlich. Welche Lösung es gibt.

Mittags mal schnell an die Tankstelle zum Pizzaessen – das ist bei den Neusässer Schülern sehr beliebt. Nur schade, dass sie dafür die viel befahrene Entlastungsstraße überqueren müssen, wo Tempo 70 gefahren werden darf. Und auch der Pkw-Verkehr staut sich morgens oftmals beim Linksabbiegen in die Landrat-Dr. Frey-Straße. Wie kann die Verbindung des Gewerbegebiets Nord und des Schulzentrums also gelingen?

Mit der Lösung dieses Problems hat sich die Bauverwaltung von Neusäß beschäftigt, die Ergebnisse dieser Machbarkeitsuntersuchung stellte Stadtbaumeister Dietmar Krenz nun im Planungs- und Umweltausschuss vor. Die wichtigste Nachricht zuerst: Eine Drückerampel, die nur bei Bedarf aktiviert wird, hätte keine allzu negativen Auswirkungen auf den Verkehr, er kann mit einer guten bis sehr guten Qualität abfließen, so die Ergebnisse der Untersuchung. „Es kommt zu keinem Rückstau in den östlichen Kreisverkehr hinein“, so Krenz. Auch die Wartezeit für den Autofahrer sei relativ kurz, für die Fußgänger etwas länger, aber auch noch im mittleren Bereich.

Zweite südliche Zufahrt für Gewerbetreibende in Neusäß-Nord

Ein weiterer Vorteil wäre, dass die Gewerbebetriebe in dem Gebiet eine zweite, südliche Zufahrt erhalten würden, da sie zu Stoßzeiten oftmals länger warten müssen, bis sie an der Tankstelle endlich ausfahren können in Richtung Autobahn.

Wie Bürgermeister Richard Greiner erklärte, sei dieser Wunsch schon oft an ihn herangetragen worden. Immerhin befahren bis zu 20000 Fahrzeuge täglich die Nord-Süd-Spange. Auch für die AVV-Busse wäre es von Vorteil, wenn sie durch die Ampelschaltung Vorfahrt bekämen.

Weiterer Kreisverkehr in Neusäßer Gewerbegebiet ist nicht realisierbar

Einen weiteren Kreisverkehr bei der Landrat-Dr. Frey-Straße zu errichten, womöglich mit einer Unter- oder Überführung für die Radfahrer und Fußgänger, sei laut Krenz aus verschiedenen Gründen nicht realisierbar. Zum Beispiel fehlen die nötigen Grundstücke, ein Kreisverkehr an einer Umgehungsstraße mit Tempo 70 sei sehr unsicher für Fußgänger und Radfahrer und er wäre zudem fast doppelt so teuer wie die „kleine Lösung“: den bisher von den Fußgängern genutzten Feldweg zu einer Zufahrtsstraße zum Gewerbegebiet als Verlängerung der Wankelstraße ausbauen und eine Kreuzung mit einer Bedarfsampel zu bauen.

Dort könnte dann auch ein Radweg entlanggeführt werden, den man bis zum Schulzentrum verlängern könnte. Allerdings würde die Zufahrtsstraße zum Gewerbegebiet einen starken Schwenk machen, bevor sie auf die Umgehungsstraße mündet.

Ampel ohne zweite Zufahrt wird ebenfalls geprüft

Mit dieser Alternative als einfachste und zeitnahe Lösung konnte sich das Gremium allgemein gut anfreunden, bis 2. Bürgermeister Wilhelm Kugelmann (CSU) das Wort ergriff und gerade heraus sagte, dass ihm die Straßenführung überhaupt nicht gefalle. Er schlug vor, auf die Zufahrtsstraße zum Gewerbegebiet vorerst ganz zu verzichten und lediglich die Ampel aufzustellen, um Sicherheit für die Fußgänger und Radfahrer zu haben, die dann wie bisher den Feldweg nutzen können. Und um die Gewerbetreibenden zu entlasten, sollte auch eine Ampel an der Tankstelle geprüft werden, damit man zu Stoßzeiten nicht zu lange warten muss, bis man rausfahren kann. „Ich finde nicht, dass man das übereilen muss“, so Kugelmann.

Die Stadträte bedauerten, dass die große Lösung eines Kreisverkehrs nicht machbar ist, stimmten aber den Anregungen Kugelmanns zu, dass seine Vorschläge auf jeden Fall untersucht werden sollen.

Zusätzlich wurde Kugelmanns Vorschlag aufgenommen, einen Lückenschluss für Radfahrer bis zum Titania zu erreichen, denn es seien immer wieder (widerrechtlich) Radfahrer auf der Entlastungsstraße unterwegs, die dorthin wollen.

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