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Gessertshausen

22.01.2020

Sicherheit der Fußgänger soll verbessert werden

Zwei Stellen in Gessertshausen bereiteten dem Gemeinderat bei der jüngsten öffentlichen Sitzung Kopfzerbrechen. Zuerst ging es um die Einmündungen von Garten- und Eichenstraße zur B300, dann um die Überquerung der Schulstraße.
Foto: Marcus Merk

Bei der Sitzung in Gessertshausen steht vor allem die Verkehrssituation im Mittelpunkt. Für Aufregung sorgt zudem eine außerplanmäßige Sitzung in Neusäß.

Zwei Stellen in Gessertshausen bereiteten dem Gemeinderat bei der jüngsten öffentlichen Sitzung Kopfzerbrechen. Zuerst ging es um die Einmündungen von Garten- und Eichenstraße zur B300, dann um die Überquerung der Schulstraße. An beiden Stellen sah das Gremium Handlungsbedarf, um die Sicherheit für Fußgänger zu verbessern.

Anlieger aus der Gartenstraße hatten sich im Vorfeld einen sicheren Übergang zum Edeka Supermarkt gewünscht und auch die Gemeinderäte waren sich einig, dass die Situation problematisch ist. „Es ist unbestreitbar, dass man als Fußgänger zur Hauptverkehrszeit dort nicht über die Straße kommt“, betonte zum Beispiel Michael Oberlander (CSU).

Eine „Vollsignalisierung“ ist nicht möglich

Bürgermeister Jürgen Mögele schilderte den Sachverhalt: Die Anregung aus der Gartenstraße habe ursprünglich die Einrichtung einer Bedarfsampel vorgeschlagen, die auch das Auffahren auf die B300 aus den beiden Stichstraßen erleichtern könnte. Beim Ortstermin sei von Vertretern des Landratsamtes aber eine Absage gekommen. Eine „Vollsignalisierung“ sei aufgrund der versetzten Querstraßen nicht möglich, berichtete der Bürgermeister.

Ein Kompromissvorschlag des Landratsamtes sehe jetzt die versuchsweise Einrichtung einer mobilen Ampel mit Druckknopf etwa 50 Meter weiter Richtung Ortszentrum vor. So könnte man auch die tatsächliche Zahl der täglichen Querungen feststellen. Doch bei den Gemeinderäten kam die Idee aus dem Landratsamt nicht wirklich gut an.

Bürgermeister prüft die vorgeschlagenen Alternativen

„Wenn die Ampel erst 50 Meter weiter steht, wird der Versuch in meinen Augen gnadenlos scheitern“, sagte Thomas Mayr (Freie Wähler). „Niemand läuft die 50 Meter von der Gartenstraße in die falsche Richtung“, war er sich sicher. Werner Pux (SPD) bringt zwei weitere Möglichkeiten ein: Die Einrichtung einer Querungshilfe oder den Einsatz der mobilen Ampel direkt nach der Einmündung der Eichenstraße. Dafür müsste man zwar die Rechtsabbiegespur von der B300 in die Eichenstraße mit Blumenkästen oder ähnlichen Einrichtungen sperren, aber immerhin wäre die Ampel dann nicht so weit von der Gartenstraße entfernt. Letztendlich nahm Bürgermeister Mögele das Projekt wieder mit ins Rathaus, um die vorgeschlagenen Alternativen zu prüfen.

Um die Sicherheit von Fußgängern geht es auch entlang der Schulstraße. Etwa 30 Kinder im Grundschulalter würden die Straße jeden Tag auf dem Weg zur Schule queren. Aber auch hier sei der Bau einer Ampel problematisch, erklärte der Bürgermeister. Eine Alternative wäre ein Verkehrshelfer-Übergang. Dazu braucht es allerdings ehrenamtliche Helfer, die die Schüler morgens betreuen. In einem ersten Schritt will die Gemeinde jetzt ausloten, ob es Freiwillige gibt. Sollte das nicht der Fall sein, landet das Thema wieder im Gemeinderat.

Sitzung zum Ausbau des dritten Gleises

Für eine hitzigere Diskussion sorgte allerdings ein anderes Thema. Am 3. Februar soll eine außerplanmäßige Gemeinderatssitzung in der Stadthalle Neusäß stattfinden. An dieser Sitzung würden auch die Vertreter der anderen Gemeinde im westlichen Landkreis, Bundestagsabgeordnete und der Landrat selbst teilnehmen, so Mögele. Die Ladung ist überschaubar: Es geht um die „Verabschiedung einer Resolution zum Ausbau des dritten Gleises zwischen Augsburg und Dinkelscherben“. Im Gemeinderat sorgte dieses Thema allerdings für Unmut. Man habe viel zu wenig Informationen, betonten mehrere Gemeinderäte. „Das ist ein sehr schwieriges Thema“, sagte zum Beispiel Leo Fleiner (CSU), selbst erfahrener Bahnfahrer.

Mögele versuchte die Wogen zu glätten. Er versprach, jede Information die er noch erhalte, so schnell wie möglich weiterzuleiten. Der Gemeinderat will sich nicht zu einer überhasteten Abstimmung drängen lassen, besonders da das dritte Gleis bei vielen in der Kritik steht. Für den Fall, dass sie abstimmen sollten, ohne genügend Informationen bekommen zu haben, „müssen wir uns dort auf die Füße stellen“, betonte Thomas Mayr (Freie Wähler).

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