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Sicherheit

08.08.2012

Sie hüten Stadtbergens Ordnung

Der Stadtberger Ordnungsdienst kontrolliert auch, ob Plakate richtig angebracht sind.
Bild: Andreas Lode

Betrunkene Jugendliche, frei laufende Hunde oder falsch parkende Autos sind Fälle für den städtischen Ordnungsdienst.

von Lena Bauer

Die Sache mit den Hecken hatte dem Stadtberger Ordnungsdienst in seiner Anfangszeit wenig Sympathien eingebracht. „Das hat damals viel Ärger gegeben“, gibt Ordnungsamtsleiterin Barbara Tietböhl zu, die zu jener Zeit, 2007, allerdings noch nicht im Amt war. In einer groß angelegten Aktion hatte der relativ frisch gegründete Ordnungsdienst damals Hausbesitzer schriftlich zum Rückschnitt ihrer Hecken aufgefordert und damit für viel Unmut gesorgt.

Solche breiten Aktionen gebe es inzwischen nicht mehr, versichert Tietböhl. „Wir haben daraus gelernt.“ In Sachen Hecken und Rückschnitt gehe der Ordnungsdienst lediglich Beschwerden nach oder mahnt an, wenn es an einer Stelle offensichtliche Probleme gibt.

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Seit 2007 ist Stefan Klein Leiter des Ordnungsdienstes in Stadtbergen. Das Verhältnis zu den Bürgern, sagt er, sei in der Regel sehr gut: „Wir bemühen uns Mensch zu bleiben und mit den Bürgern zu kommunizieren.“ In den seltensten Fällen würden die Ordnungshüter gleich ein Bußgeld verhängen. Im Normalfall werde der Bürger zunächst auf die Ordnungswidrigkeit aufmerksam gemacht. Eine solche ist etwa ein falsch geparktes Auto oder wenn ein Hundebesitzer sein Tier ohne Leine herumlaufen lässt. „In Stadtbergen herrscht Anleinpflicht ab einer Schulterhöhe von 50 Zentimetern“, erklärt Tietböhl. Manch einer weiß das vielleicht gar nicht. Erst bei wiederholtem Verstoß werde ein Bußgeld fällig.

Und dafür braucht es extra einen Ordnungsdienst, mag sich so mancher fragen. Für Hecken und frei laufende Hunde? Das sind längst nicht alle Aufgaben, beruhigt Tietböhl. Eines stehe im Vordergrund: Die Bürger sollen sich sicher fühlen, potenzielle Störer oder gar Verbrecher sollen abgeschreckt werden. So sei der Dienst im vergangenen Herbst und Winter verstärkt in den frühen Abendstunden unterwegs gewesen, weil es so auffallend viele Dämmerungseinbrüche gegeben hat. Die Einbrüche seien in der Folge tatsächlich zurückgegangen. Ob die Präsenz des Ordnungsdienstes dafür verantwortlich war, kann Klein nicht sagen. „Ich bin nie davon ausgegangen, dass wir die Einbrecher auf frischer Tat ertappen.“ Doch die Abschreckung scheint gewirkt zu haben.

Weitaus handfester sind dagegen die Einsätze, die die Männer regelmäßig abends an der Diskothek „Zeitlos“ haben. Mehr dazu lesen Sie in der Mittwochsausgabe des Augsburger Landboten.

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