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Feier

17.04.2018

Sie lebt seit 65 Jahren fest im Kloster

Vor 65 Jahren hat Schwester Katharina ihr Profess-Gelübde in Oberschönenfeld abgelegt. Nun konnte sie das eiserne Jubiläum feiern. Foto: Rudolf Baier

Schwester Katharina feiert ihre eiserne Profess in der Zisterzienserinnenabtei von Oberschönenfeld. Die Festveranstaltung macht deutlich, in welcher Tiefe des Glaubens die gebürtige Ungarin lebt

Einen außergewöhnlichen Tag, nämlich eine eiserne Profess, konnte die Gemeinschaft der Zisterzienserinnen von Oberschönenfeld jetzt mit Schwester Katharina begehen. 65 Jahre ist es bereits her, dass die 88-Jährige ihre Profess abgelegt hat.

Höhepunkt dieses Tages war die heilige Messe, in der Schwester Katharina ihr vor 65 Jahren gegebenes Ordensgelübde erneuerte. Die Schwester wurde 1930 in Ungarn geboren und kam 1946 mit ihren Eltern und ihren fünf Geschwistern als Heimatvertriebene nach Deutschland. Im Herzen sei sie immer Ungarin geblieben, sagt sie.

Schon als Mädchen mit 13 Jahren dachte sie an einen Eintritt ins Kloster. 1951 war es dann tatsächlich so weit, und sie trat dem Zisterzienserinnenorden in Oberschönenfeld bei. Schwester Katharina lebt bis zum heutigen Tag eine sehr große Gottes- und Nächstenliebe. Je älter sie werde, umso feiner und zärtlicher werde diese Liebe.

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Kennzeichnend für sie, hieß es daher auch auf der Festveranstaltung, sei ein weites Herz, das immer gerne gab und verschenkte, das immer nur das Gute wollte und stets in der Versöhnung lebte. Das Leben der Jubilarin sei stets bescheiden, still, gütig und heiter gewesen – und ist das bis zum heutigen Tag. Sie pflegte auch treue Freundschaften mit den Menschen, die ihr begegneten, und liebte ebenso und ganz besonders die Bettler, die an der Pforte klingelten.

Die Jubilarin scheute keine Arbeit, war immer zu allen Diensten bereit, angefangen in der Landwirtschaft bis hin ins Altenheim, in der Küche und zum Schluss an der Pforte. Alles habe sie aus einem tiefen Glauben gelebt, gerade auch das, was besonders schwer war. Stunden konnte sie und kann sie auch noch heute still vor dem Tabernakel im stillen Gebet verweilen. Schwester Katharina sei ein verborgener Schatz der Gemeinschaft, so der Tenor der Festveranstaltung. (AL)

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