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Gemeinderat

23.02.2018

So geht die Dorferneuerung voran

In Heretsried wird die Ortsmitte gestaltet, doch in Lauterbrunn gibt es Verzögerungen

Architekt Lutz-Holger Behre hat in der jüngsten Gemeinderatssitzung die Änderung des Bebauungsplans für die Ortsmitte Heretsried vorgestellt. Bisher war die Fläche mit Feuerwehr- und Mehrzweckhaus eine Fläche für Gemeindebedarf. Dies lässt sich mit den künftig geplanten Geschäftsräumen und Wohnungen aber nicht mehr vereinbaren. Im Bebauungsplan wird sie nun in ein Dorfgebiet geändert, in dem auch eine Mischnutzung erlaubt ist. Der Gemeinderat stimmt der Änderung des Bebauungsplans sowie dem beschleunigten Verfahren einstimmig zu.

Behre erläuterte außerdem die nächsten Schritte bei der Dorferneuerung. Mit dem Satzungsbeschluss für die Bebaungsplanänderung sei Ende April zu rechnen. Zunächst werde dann beim Amt für ländliche Entwicklung der Förderantrag für Heretsried gestellt.

In Lauterbrunn gebe es Verzögerungen, weil es von der Diözese weiterhin keine Freigabe für die Fläche an der Kirche gebe, die im Zuge der Dorferneuerung ebenfalls neu gestaltet werden könnte. Gemeinderat Martin Wölfle fragte nach, ob auf die Entscheidung der Diözese gewartet werden müsse. Dies verneinte Bürgermeister Heinrich Jäckle: „Wir können das nicht ewig rauszögern. Wir machen dann weiter.“ In die Ausschreibung könne man erst gehen, wenn die Ausführungsplanungen feststehen. Auf Nachfrage schätzte er den realistischen Baubeginn auf das nächste Frühjahr. Mit dem Abbruch der alten Gebäude könne man allerdings schon in diesem Jahr beginnen.

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Das waren weitere Themen im Gemeinderat:

Schlechte Nachrichten hatte Jäckle beim Breitbandausbau. Die Subunternehmerfirma komme nicht mehr. Die Firma Miecom, die Vertragspartner der Gemeinde ist, werde die Bauarbeiten mit der eigenen Firma fertigstellen, sobald die Witterung dies zulasse. Für den Ortsteil Monburg seien noch keine Angebote eingegangen.

Kurz wurde noch mal über den Ausbau der Staatsstraße Richtung Augsburg gesprochen. Nur wenige hätten sich bisher die Mühe gemacht, die Pläne genau zu betrachten, redeten aber trotzdem mit, meinte Jäckle. Bei vielen entstehe offenbar auch ein falscher Eindruck, weil sie sonntags ohne Lastwagenverkehr und bei schönem Wetter zum Peterhof fahren. Die Pläne für den Straßenausbau zwischen Peterhof und Heretsried kann man auf der Internetseite der Gemeinde ansehen.

In Planung ist derzeit ein Radweg von der Abzweigung der Staatsstraße nach Bonstetten. Ursprünglich hatten die Planer zum Queren der Staatsstraße einen Tunnel für Fußgänger und Radfahrer geplant. Aufgrund der Bodenverhältnisse würden hier Kosten von einer Million Euro entstehen, sagte Jäckle. Nach dem Ortstermin wurde nun ein kostengünstigerer Vorschlag mit Querungshilfe erarbeitet.

Bezüglich der geplanten Halle im Gewerbegebiet Heretsried entschied der Gemeinderat knapp mit 6:5 Stimmen auf Holzbauweise. Der Bauantrag wurde danach einstimmig abgesegnet. (hes)

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