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Konzert

15.01.2019

So klingt Liebe zur Musik

Die Musikkapelle Gabelbach brachte viel Abwechslung in den Abend. Dass die Chemie stimmt, sah man allen an.
Bild: Krämer

Die Musikkapelle Gabelbach trifft mit einem gefühlsbetonten Rock- und Pop-Programm ins Herz

Wer immer noch meint, dass Blaskapellen nur Polka, Walzer und Märsche spielen können, der wurde beim Jahreskonzert der Musikkapelle Gabelbach eines Besseren belehrt. Den Beweis traten am Samstagabend die rund 40 Musiker im Alter von 17 bis 63 Jahren an. Sie präsentierten Rock und Pop aus verschiedenen Ländern und lockten damit auch zahlreiche junge Menschen in die Rothtalhalle.

Frisch, dynamisch und modern präsentierten sich die Musiker mit ihrem Dirigenten Vasyl Zakopets – sehr zur Freude der vielen Besucher. Bereits von Beginn an brachten sie ihr Publikum mit dem klangvollen Medley „Italo-Pop-Classics“, das von Sommer, Sonne, Strand und Meer erzählt, zum Schwärmen. Von einer ganz besonderen Liebe erzählten Gloria Hagenbusch und Alois Kastner im gefühlvoll gesungenen Duett zu Reinhard Fendrichs „Weilst a Herz hast wia a Bergwerk“.

Um die Liebe ging es auch in der Moderation von Matthias Holzeder. Genauer gesagt: Um die Liebe zur Musik. „Gemeinsam zu musizieren, ist etwas ganz Wunderbares“, sagte er und berichtete über den erfolgreichen Start des Blockflötenunterrichts für Kinder im Vor- und Grundschulalter unter Leitung des Dirigenten Zakopets. „Wir möchten damit in unserem Verein junge Menschen an die Ausbildung an einem Schlag- oder Blasinstrument heranführen.“ Und so war das nächste Lied „Music“ von John Miles ein Ausdruck dafür, was die Musikkapelle Gabelbach vermitteln will. Mit dem Stück „All of me“, das Matthias Holzeder auf dem Eufonium, einem tiefen Blechblasinstrument intonierte, ging es in die Pause.

Immer wieder wurde das temperamentvolle Konzert mit leidenschaftlich interpretierten Melodien ergänzt. Außerordentlich gefühlvoll sang Norbert Beer den Song „Perfect“ des britischen Songschreibers und Sängers Ed Sheeran. Doch zuvor gab es eine Zeitreise in die 80er- Jahre. Ob „Skandal im Sperrbezirk“ oder „Ohne dich (schlaf ich heut’ Nacht nicht ein)“, ob „Tausend mal berührt“ oder „Amadeus“: Mit der Auswahl der Songs hatte das Orchester den Geschmack seiner Zuhörer getroffen.

Was die Musikkapelle so attraktiv macht, ist auf der einen Seite deren gefühlsbetonte Musik und Dynamik. Auf der anderen Seite sind da Fröhlichkeit, Lockerheit und Begeisterung, mit der die Musiker aufspielen. Immer wieder zeigte Zakopets mit ausholenden Gesten am Pult, mit welchem Engagement und immensem Temperament er den Takt vorgibt. „Wir sind froh, dass wir dich haben dürfen“, betonte Matthias Holzeder in seiner Rede.

„Lasst euch von mir unterhalten“, sang Norbert Beer, ein Gast des Musikvereins Oberelchingen, bei seiner Interpretation „Let me entertain you“ von Robbie Williams. Doch das konnte es noch nicht gewesen sein.

Lautstark wurde nach Zugabe geklatscht. Mit dem unvergesslichen Song von Elvis Presley „Falling in love“ verabschiedete sich das Orchester. Sänger Norbert Beer hatte damit richtig in Herz getroffen. Im allerletzten Stück des Abends „Highway to hell“ brachten die Musiker noch einmal die ganze Spielfreude zum Ausdruck. Mit Standing Ovations und einem nicht enden wollenden Applaus verabschiedete sich ein begeistertes Publikum. (kräm)

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