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Gersthofen

18.04.2018

So läuft es an der neuen Schule

Einblick in die neue Mittelschule.
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Einblick in die neue Mittelschule.
Bild: Marcus Merk

Ein Vierteljahr nach dem Start der Mittelschule Gersthofen dauern Nachjustierungen noch an. Gestern feierte Gersthofen die Einweihung des Großprojektes.

Sie ist das größte Bauprojekt der Stadt Gersthofen der letzten Jahrzehnte. Gestern Abend wurde die neue Mittelschule offiziell eingeweiht. Mit Gesamtkosten von 33 Millionen für Schule und neuer Dreifachturnhalle bleibt das Projekt im vorgesehenen Finanzplan. Insgesamt 650 Schüler werden dort nach neuen pädagogischen Konzepten unterrichtet. Zehn Jahre hat es gedauert. Am Anfang standen Überlegungen, den Altbau aus den 70er-Jahren energetisch zu sanieren. Letztendlich erschien den Verantwortlichen dann ein Neubau als wirtschaftlicher.

In Betrieb genommen wurde dieser Neubau bereits am 8. Januar – statt wie ursprünglich vorgesehen, zum Schuljahresbeginn im September 2017. „Bei einem solchen Großprojekt kann man immer noch von einer Punktlandung sprechen“, betonte Bürgermeister Michael Wörle gestern bei einem Rundgang durch das Gebäude vor dem Festakt.

Die Bauarbeiten haben sich mehrmals verzögert

Dabei verliefen die Bauarbeiten nicht ohne Hindernisse: Ein Granatenfund bei den Bodenarbeiten brachte bald nach Beginn der Bauarbeiten eine wochenlange Verzögerung. Im Oktober 2016 entstand durch Brandstiftung am Dach ein hoher Schaden von mehr als 90.000 Euro. Schwierigkeiten gab’s auch bei der Justierung der Lüftungsanlage sowie der Heizung. Diese dauern noch weiter an, räumte Tibor Sroka, Projektleiter der Stadt, ein. Im Sommer 2017 ergaben sich weitere Verzögerungen, weil ein ungeeigneter Estrich benutzt worden war – die geplante Eröffnung zum Schuljahresanfang war daher nicht mehr zu halten. Und noch am Ende 2017 brachte ein Wasserrohrbruch den Eröffnungstermin am 8. Januar zeitweilig ins Wanken.

Schulfamilie und Stadt zogen es aber durch mithilfe von Gebläsen gegen die Feuchtigkeit und obwohl in der Küche noch das Wasser stand. Alle Beteiligten betonen heute: Der Unterricht läuft. „Große Freude“ über das neue Schulhaus äußerte Rektorin Sigrid Puschner. „Wir schauen auf Dinge, die wir bisher nicht hatten, wie eine helle Mensa, unter anderem drei Werkräume, zwei Schulküchen und drei Informatikräume.“ Gut sei auch die Lärmdämmung, selbst auf den Gängen und in der Aula.

Es gibt zu wenig Klassenzimmer

„Leider haben wir aber wenig Klassenzimmer.“ Das von der Regierung von Schwaben genehmigte Raumprogramm sieht 24 Klassenzimmer vor, die auch gebaut wurden. Inzwischen ist die Zahl der Schüler gewachsen, sodass sieben Klassenzimmer fehlen. „Wir knabbern schon daran, dass wir deswegen die Musik-, Kunsterziehungs- und Mehrzweckräume als Klassenzimmer verwenden müssen.“

Außerdem sehe das Raumprogramm kleinere Klassenzimmer vor: Statt wie zuvor bis zu 92 Quadratmeter, dürfen diese bei uns nur noch 62 Quadratmeter groß sein. „Immerhin haben wir jeweils zwischen zwei Klassenzimmern einen Ausweichraum bekommen.“ Auch die Lernlandschaften, die sich überall auf den Gängen finden, „erleichtern das Ganze sehr“.

Fertig ist die Schule immer noch nicht: Der Abbruch des Altbaus, der schon abgeschlossen sein sollte, wird bis August dauern: „Der Kleber, der Dämmplatten muss eigens entsorgt werden, dazu sind zusätzliche Arbeiten notwendig“, so Tibor Sroka. Erst dann können die Außenanlagen angelegt werden. Kommentar

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