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05.11.2019

So wird der Garten winterfest

Konrektor Christian Reckerth (links) und die Jungs der 9b haben auch in den Ferien den Schulgarten in Langweid winterfest gemacht.
Bild: Gabriele Ott

Mittelschüler in Langweid übernehmen vom Gartenbauverein die Pflege der Anlagen

Passanten, die am alten Lehrerhaus in Langweid vorbeilaufen- oder radeln, richten erstaunt den Blick auf den Schulgarten: Dort arbeiten Jugendliche mit Spaten, Hacke und Gartenschere, entfernen alte Wurzeln und ausufernd wachsendes Unkraut, graben um und legen das überwucherte Insektenhotel wieder frei. „Manpower“, sagt Christian Reckerth, der Konrektor der Grund- und Mittelschule Langweid, der mit sieben Freiwilligen aus der 9b denGarten vor dem Winter noch in Ordnung bringen will.

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Lange Jahre hatte der Obst- und Gartenbauverein Langweid das Gelände gehegt und gepflegt, weil in der Schule dafür nicht genug Stunden zur Verfügung standen. Wenn man die durch kleine Hecken liebevoll unterteilte Anlage betrachtet, kann man erkennen, wie viel Motivation, Kreativität, Arbeit und auch Durchhaltevermögen in der Vergangenheit von den Mitgliedern eingebracht wurden.

Zuletzt aber hatte der Verein nicht mehr genügend Kapazitäten, um die zeitaufwendige und auch kräftemäßig fordernde Pflege zu stemmen. Marlies Rutt, die Vorsitzende des Obst- und Gartenbauvereins, wandte sich deswegen an Bürgermeister Jürgen Gilg, der den Kontakt zur Schule herstellte. Konrektor Reckerth hatte früher bereits einen Schulgarten betreut und war Feuer und Flamme für den Plan, das Gelände in die Hände der Schule zurückzugeben.

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Auch wenn es nach dem Beginn des Schuljahrs zu spät war für eine schulische Arbeitsgemeinschaft, begann der Hobbygärtner sofort mit der Arbeit. Seine Begeisterung riss auch die Schüler mit und so hatte er von Beginn an die freiwillige Hilfe der Jungs aus der 9b. Die sieben Schüler haben sichtlich Spaß. Gabriel lacht gerade über das Gesicht seines Klassenkameraden David, der den morschen Stiel einer Harke abgebrochen hat, Emre ist in einem Teil des Gartens auf sandigen Boden gestoßen und überlegt, was man dort im Frühjahr pflanzen könnte. Zidan recht die Kieswege sauber und Nour lockert konzentriert riesige Humusbrocken.

Für das Frühjahr hat das Team schon umfassende Pläne: Die Wege sollen mit einem Vlies langfristig unkrautfrei gehalten werden, in den bereits bestehenden Teilen der Anlage sollen Hochbeete mit Kräutern, Gemüse- und Salatsorten, ein Gräser- und Wildblumenbereich, vielleicht sogar ein japanischer Garten ihre Heimat finden.

Christian Reckerth will mit seinen Jungs die Schulküche mit Produkten aus biologischem Anbau beliefern und so gesunde Ernährung und Umweltbewusstsein schulen. Sein Traum ist es, Mitglieder des Gartenbauvereins zusammen mit Bürgermeister Gilg einladen zu können zu einem Essen, das zum allergrößten Teil aus im Schulgarten gewachsenen Zutaten besteht. Unterstützung bei der Verwirklichung bekommt die Gruppe weiterhin vom Obst- und Gartenbauverein. (ulg)

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